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Der Traum von einem eigenen Film

Jetzt bewerben: "Junge Filmschule - To the Movies" für 12- bis 18-Jährige / Kreative junge Filmemacher gesucht

 

RE­GION (jb). Den ei­ge­nen Film auf ei­ner Ki­no­le­in­wand se­hen und zur Pre­miere ü­ber den ro­ten Tep­pich schrei­ten – ein Traum vie­ler Ju­gend­li­cher. Mit der "Jun­gen Film­schule - To the Mo­vies 2018" kann die­ser Traum Wirk­lich­keit wer­den: Die Work­shop-Reihe des Me­di­en­zen­trums der Re­gion Han­no­ver, die sich an Kin­der und Ju­gend­li­che im Al­ter von 12 bis 18 Jah­ren rich­tet, geht in die fünfte Run­de. Be­wer­bungs­schluss für alle Nach­wuchs­ta­lente ist der 15. Fe­bruar.

Viele pro­fes­sio­nelle Ka­me­ra­leu­te, Ton­tech­ni­ke­rin­nen und -tech­ni­ker oder Re­gis­seu­rin­nen und Re­gis­seure ha­ben ihre Lei­den­schaft für das Me­dium Film im ju­gend­li­chen Al­ter ent­deckt. Oft­mals fehlte ih­nen eine in­ten­sive För­de­rung – wie sie das Me­di­en­zen­trum der Re­gion Han­no­ver be­treibt. "­Bei der Jun­gen Film­schule be­kom­men die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer eine erst­klas­sige Aus­bil­dung und Be­treu­ung – das spie­gelt sich auch in den Er­geb­nis­sen wi­der", sagt Uwe Plas­ger, me­di­en­päd­ago­gi­scher Be­ra­ter und Or­ga­ni­sa­tor der Jun­gen Film­schu­le. Die Fil­me, die in­ner­halb der Film­schule ent­ste­hen, sind meis­tens auch bei ü­ber­re­gio­na­len Film­fes­ti­vals er­folg­reich. So auch der Film von Yor­rick Schweer und Fe­lix Kay­ser: Im ver­gan­ge­nen Jahr ha­ben sie die Junge Film­schule ab­sol­viert – und ha­ben mit ih­rem Film "Jacky und die Mör­der­pup­pe" den ers­ten Platz beim Nach­wuchs­kurz­film­wett­be­werb "Han­no­ver Film­klappe 2017" in ih­rer Al­ters­ka­te­go­rie ge­won­nen. Die elf­minütige Hom­mage an gän­gige Scary-Mo­vies und Hor­ror­film-Kli­schees ha­ben die bei­den Ju­gend­li­chen in ih­rer Frei­zeit zu­sam­men mit Freun­den pro­du­ziert – und sich selbst um Dreh­buch, Ka­me­ra, Dar­stel­ler, Schnitt und Ton geküm­mert. Grund­lage dazu bil­dete die Junge Film­schu­le: Denn die jun­gen Be­wer­be­rin­nen und Be­wer­ber, die für die Teil­nahme an der Film­schule je­des Jahr aus­ge­wählt wer­den, dür­fen sich auf eine in­ten­sive Be­treu­ung freu­en. Er­fah­rene Pro­fis aus der Film­bran­che, vom Dreh­buch­au­tor und Re­gis­seur, ü­ber Ka­me­ra­mann und Cut­ter bis zum Ton­in­ge­nieur, ver­mit­teln in ins­ge­samt sie­ben Work­shops die Grund­la­gen des Fil­me­ma­chens. Auch in die­sem Jahr wer­den wie­der alle Teil­neh­mer und de­ren El­tern zu ei­nem ex­klu­si­ven Kick-Off ein­ge­la­den, der am Vor­abend der ers­ten Work­shop-Reihe statt­fin­det. Während und nach den In­ten­siv-Work­shops pro­du­zie­ren die acht Nach­wuchs-Film­teams einen ei­ge­nen Kurz­film, der seine Pre­miere bei ei­nem in­ter­nen Kurz­film-Fes­ti­val im Kino Hoch­haus-Licht­spiele fei­ert und bei der Han­no­ver Film­klappe no­mi­niert wird. Wich­tig ist Uwe Plas­ger, dass die jun­gen Film­crews bis zur Fer­tig­stel­lung ih­res ei­ge­nen Films eng von den Pro­fis be­glei­tet wer­den, "um ih­nen da­mit den Gang ü­ber den ro­ten Tep­pich bei Nach­wuchs­film­fes­ti­vals zu eb­nen". So bie­tet das Team um Plas­ger den Teil­neh­men­den eine Be­ra­tung auch in der Zeit zwi­schen den Work­shops, was ins­be­son­dere bei der Dreh­bu­ch­ent­wick­lung wich­tig sei, so­wie die ex­klu­sive Nut­zung von spe­zi­el­lem Fil­me­quip­ment des Me­di­en­zen­trums und des­sen Stu­dio. Da­mian Schip­po­reit, Re­gis­seur aus Han­no­ver, be­glei­tet als Do­zent zwei Work­shops, in de­nen es zum einen um die Pro­duk­tion der Kurz­filme mit klei­nem Bud­get und zum an­de­ren um die Mon­tage geht. Der Han­no­ve­ra­ner Film­au­tor Ul­rich Klin­gen­sch­mitt wird den Blick der Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf das Dreh­buch schär­fen. Auch der Fil­me­ma­cher und Fo­to­graf Mar­tin Bar­giel konnte wie­der als Do­zent ge­won­nen wer­den und wird den Schwer­punkt sei­ner Work­shops auf das Thema Bild­ge­stal­tung le­gen. Zum Thema Ton be­kom­men die jun­gen Fil­me­ma­che­rin­nen und Fil­me­ma­cher span­nen­des In­si­der­wis­sen vom Wolfen­büt­te­ler Ton­in­ge­nieur Hen­rik Cor­des. Das Equip­ment für die Pro­duk­tion der Filme wird bei Be­darf vom Me­di­en­zen­trum ge­stellt – von der Ka­mera ü­ber Licht und Ton bis hin zum Ar­beits­platz für den Schnitt. Vor­kennt­nisse sind nicht zwin­gend er­for­der­lich, "dafür aber ein ech­tes In­ter­esse an der Ge­stal­tung und Um­set­zung des ei­ge­nen Films", sagt Plas­ger. Ver­an­stal­tungs­ort ist das Stu­dio des Me­di­en­zen­trums der Re­gion Han­no­ver, Al­ten­be­ke­ner Damm 79, in Han­no­ver. Die Work­shops fin­den zwi­schen März und Mai an sie­ben Sonn­aben­den von 10 bis 16.30 Uhr statt; die Ter­mine ste­hen be­reits fest und sind auf der Ho­me­page des Me­di­en­zen­trums (ww­w.mz­r­h.­de) ne­ben vie­len wei­te­ren In­fos und den An­mel­demög­lich­kei­ten zu fin­den. Fo­to: Dra­heim/Re­gion Han­no­ver

vom 03.02.2018 | Ausgabe-Nr. 5B

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