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Jugendpflege personell verstärkt

Rehburg-Loccumer Sozialstrukturdaten sind überwiegend positiv

REH­BURG-LOC­CUM (jan). Eine Stadt­ju­gend­pfle­ge, die per­so­nell wie­der bes­ser be­setzt ist, und So­zi­al­struk­tur­da­ten, die Reh­burg-Loc­cum ü­ber­wie­gend gute No­ten ge­ben – darü­ber hat der all­ge­meine Stell­ver­tre­ter des Bür­ger­meis­ters Reh­burg-Loc­cums, Matt­hias Struck­meyer, den städ­ti­schen So­zi­al­aus­schuss in des­sen jüngs­ten Sit­zung in­for­miert.

Zwei volle Stel­len in der Stadt­ju­gend­pflege – dar­auf hatte der Rat der Stadt sich be­reits vor Jah­ren ge­ei­nigt. Dem gu­ten Vor­satz wurde al­ler­dings ge­le­gent­lich ein Strich durch die Rech­nung ge­macht, sei es, weil auf dem "­Mark­t" kaum qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal zu be­kom­men ist, weil gut ein­ge­führte Mit­ar­bei­ter sich ent­schie­den, ein Stu­dium zu be­gin­nen, oder auch weil eine Schwan­ger­schaft neue Lü­cken in die Per­so­nal­de­cke riss. Zwei volle Stel­len zu be­set­zen ist der Stadt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kaum je­mals ge­lun­gen. Einen per­so­nel­len Tief­punkt gab es vor zwei Jah­ren, als Stadt­ju­gend­pfle­ge­rin Ma­ren Ja­nik al­leine ver­ant­wort­lich war und klar war, dass sie selbst we­gen ei­ner Schwan­ger­schaft in ab­seh­ba­rer Zeit eben­falls aus­fal­len wür­de. Da­mals stellte die Stadt Ma­reen Ven­nes ein, die einen "­Crash-Kur­s" von drei Wo­chen Ein­wei­sung in die vie­len Be­rei­che der Stadt­ju­gend­pflege von Ja­nik be­kam – um dann al­lein wei­ter­zu­ar­bei­ten. Mit Ein­sat­z­wil­len und Ide­en­reich­tum setzte sie dich durch, be­kam von Buf­dis und an­de­ren Eh­ren­amt­li­chen Un­ter­stüt­zung und hielt die Stadt­ju­gend­pflege nicht nur am Lau­fen, son­dern in­iti­ierte auch so man­che Neue­rung. Seit An­fang Fe­bruar kann Ven­nes nun wie­der auf Un­ter­stüt­zung durch Ja­nik zählen, die mit ei­ner hal­ben Stelle er­neut da­bei ist. Das, sagte Struck­meyer, sei zwar noch nicht das ge­setzte Ziel des Ra­tes, die Vor­aus­set­zun­gen hät­ten sich nun aber doch wie­der er­heb­lich ver­bes­sert. Das Pro­gramm, das vom Ju­gend­zen­trum an­ge­bo­ten wird, ist um­fang­reich und reicht von Ko­ope­ra­tio­nen mit den Schu­len im Stadt­ge­biet und Sport­zei­ten in der "Halle für al­le"ü­ber Mäd­chen- und Jun­gen- bis hin zu Kin­der­ta­gen. Et­li­che An­ge­bote wür­den sehr gut an­ge­nom­men, an an­de­ren werde noch an der Stei­ge­rung der Be­su­cher­zah­len ge­ar­bei­tet. Ü­ber­wie­gend, bestätigte Ven­nes, kä­men die Be­su­cher des Ju­gend­zen­trums aus dem Orts­teil Loc­cum – wo das Ju­gend­zen­trum auch liegt. Um daran et­was zu än­dern, warf Bür­ger­meis­ter Mar­tin Franke ein, solle ein Bus ein­ge­setzt wer­den, der Kin­der und Ju­gend­li­che zu fest­ge­setz­ten Zei­ten aus den an­de­ren Orts­tei­len zum Ju­gend­zen­trum bringe und auch wie­der zurück­fah­re. Ziel sei es, diese Be­för­de­rungs­mög­lich­keit im Juni star­ten zu las­sen – zu ge­ge­be­ner Zeit werde dem So­zi­al­aus­schuss der Vor­schlag un­ter­brei­tet, denn selbst­ver­ständ­lich sei solch ein An­ge­bot auch mit Kos­ten für die Stadt ver­bun­den. Berück­sich­ti­gung bei al­len Maß­nah­men der Ju­gend­pfle­ge, führte Struck­meyer un­ter­des­sen aus, müss­ten auch die erst we­nige Tage zu­vor ver­öf­fent­lich­ten So­zi­al­struk­tur­da­ten für den Land­kreis Ni­en­burg fin­den – die ü­ber­wie­gend po­si­tiv für Reh­burg-Loc­cum aus­fie­len. So liege etwa die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit, der An­teil der von Ar­mut be­trof­fe­nen Kin­der, die An­zahl der In­ob­hut­nah­men, die Ju­gend­kri­mi­na­litäts­rate und die An­zahl der ju­gend­li­chen Op­fer un­ter dem Kreis­durch­schnitt. Le­dig­lich der An­teil der Kin­der mit Fett­lei­big­keit so­wie die Wahl­be­tei­li­gungs­quote fie­len im Kreis­ver­gleich zu nied­rig aus. Fo­to: jan

vom 08.03.2018 | Ausgabe-Nr. 10A

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