Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

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Digitalisierung der Verwaltung

Bisher keine Vorbereitungen für Einbindung in Portalverbund

WUNSTORF (gi). Die Gruppe SPD, Grüne und FDP fragte bei der Ver­wal­tung nach, wie der Stand der Pla­nung zur Um­set­zung des di­gi­ta­len Um­baus der Ver­wal­tung ist. Das Ge­setz zur Ver­bes­se­rung des On­li­ne­zu­gangs zu Ver­wal­tungs­leis­tun­gen (On­li­ne­zu­gangs­ge­setz - OZG) trat im Au­gust 2017 in Kraft, es habe un­mit­tel­bare Aus­wir­kun­gen auf den Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­zess in den Kom­mu­nen. In­ner­halb von fünf Jah­ren müs­sen elek­tro­ni­sche Ver­fah­ren zur Ab­wick­lung al­ler Ver­wal­tungs­ver­fah­ren be­reit­ge­stellt wer­den, so­weit die Ver­fah­rens­ab­wick­lung ü­ber das In­ter­net mög­lich ist. Das Ziel der Gruppe SPD, Grüne und FDP sei es, den di­gi­ta­len Um­bau der Ver­wal­tung in Wunstorf vor­an­zu­brin­gen. Es sol­len künf­tig mög­lichst viele kom­mu­nale Ver­wal­tungs­leis­tun­gen on­line an­ge­bo­ten wer­den. Bür­ger und Un­ter­neh­men sol­len sie di­rekt, ein­fach und si­cher mit we­ni­gen Klicks er­rei­chen kön­nen. In der Sit­zung des Fi­nanzaus­schus­ses am 28. Fe­bruar hat die Stadt auf zwei Sei­ten eine um­fas­sende Be­ant­wor­tung ge­ge­ben. Dif­fe­ren­ziert wurde eine Be­trach­tung und Be­ant­wor­tung in den Be­rei­chen "Um­set­zung On­li­ne­zu­gangs­ge­setz" und in "­Di­gi­ta­ler Um­bau der Ver­wal­tung". Das Fa­zit zur Um­set­zung des On­li­ne­zu­gangs­ge­set­zes lau­tet, dass an­ge­sichts der un­ge­klär­ten recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen und der dif­fe­ren­zier­ten Auf­fas­sun­gen zwi­schen Bund und Län­dern es ak­tu­ell in­ner­halb der Ver­wal­tung keine kon­kre­ten Vor­be­rei­tun­gen für eine even­tu­elle Ein­bin­dung des Por­tals der Stadt in einen Por­tal­ver­bund gä­be. Un­ab­hän­gig zum On­li­ne­zu­gangs­ge­setz be­fände sich die Ver­wal­tung in ei­nem Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­zess. Zu den be­reits um­ge­setz­ten Maß­nah­men gehören un­ter an­de­rem die pa­pier­arme Ver­wal­tung so­wie die An­mel­dung für einen Be­treu­ungs­platz in ei­ner Kita me­dien­bruch­frei ü­ber die städ­ti­sche In­ter­net­prä­senz. Kon­kret in Vor­be­rei­tung seien ein elek­tro­nisch ge­stütz­ter Rech­nungs­work­flow, der vor­aus­sicht­lich noch die­ses Jahr in ei­ni­gen Or­ga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten in den Pro­be­be­trieb ge­hen soll und die Be­schaf­fung ei­ner App Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem. In Pla­nung seien eine me­dien­bruch­freie An­mel­dung für einen Be­treu­ungs­platz in der Kin­der­ta­gespflege ü­ber die städ­ti­sche In­ter­net­prä­senz, das Vor­hal­ten me­dien­bruch­freier For­mu­lare für na­hezu sämt­li­che Dienst­leis­tun­gen so­wie der Ein­satz ei­nes Do­ku­men­ten­ma­na­ge­ment­sys­tems (elek­tro­ni­sche Ak­ten­führung) in na­hezu al­len Or­ga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten. Die Ver­wal­tung sei be­strebt, den Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­zess fort­lau­fend wei­ter zu ent­wi­ckeln. Die Pla­nun­gen und Um­set­zun­gen bän­den aber nicht un­er­heb­li­che Per­so­nal­ka­pa­zitäten. Vor dem Hin­ter­grund wei­te­rer Um­struk­tu­rie­rungs­pro­zes­se, wie die Ein­führung des Wi­der­spruchs­ver­fah­rens, be­dürfe es aber ei­ner ent­spre­chen­den Zeit.

vom 08.03.2018 | Ausgabe-Nr. 10A

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