Behutsames Schubsen zu mehr Bewegung | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Behutsames Schubsen zu mehr Bewegung

Die Besucher können sich mit Akteuren aus dem Bereich Gesundheit und Prävention, hier Hedwig Boeck, Geschäftsführerin von rebirth-active, austauschen. (Foto: bb)
Die Besucher können sich mit Akteuren aus dem Bereich Gesundheit und Prävention, hier Hedwig Boeck, Geschäftsführerin von rebirth-active, austauschen. (Foto: bb)
Die Besucher können sich mit Akteuren aus dem Bereich Gesundheit und Prävention, hier Hedwig Boeck, Geschäftsführerin von rebirth-active, austauschen. (Foto: bb)
Die Besucher können sich mit Akteuren aus dem Bereich Gesundheit und Prävention, hier Hedwig Boeck, Geschäftsführerin von rebirth-active, austauschen. (Foto: bb)
Die Besucher können sich mit Akteuren aus dem Bereich Gesundheit und Prävention, hier Hedwig Boeck, Geschäftsführerin von rebirth-active, austauschen. (Foto: bb)

Bei der Veranstaltung zum Thema „Prävention – Was geht mich das an?“ haben rund 50 Gäste die Gelegenheit genutzt, sich über moderne Anwendungen und Verfahren zu informieren, um für die Gesundheit vorzusorgen. Sie lernten bei dem von der Stadt und der BKK24 organisierten Abend zum Beispiel Apps kennen, welche die Nutzer zur Bewegungsaufnahme „schubsen“ und erfuhren neues zum Vorhaben, ein Präventionscenter in Stadthagen aufzubauen.

Bei einem Markt der Möglichkeiten ergab sich für die Besucher die Gelegenheit, mit Akteuren und Anbietern aus dem Bereich Gesundheitsvorsorge in den Austausch zu treten. Dazu gehörten Anwendungen wie die rebirth-app, die mit einem niedrigschwelligen Ansatz die Nutzer dabei unterstützt, einen aktiven Lebensstil zu pflegen. Der bekannte Herzchirurg Professor Axel Haverich hatte zuvor in einem Vortrag verdeutlicht, welch große Bedeutung Bewegung für die Gesundheitsprävention hat (Bericht letzte Ausgabe). Gemeinsam mit Doktor Hedwig Boeck, Geschäftsführerin der rebirth-active GmbH, erklärte er, dass es wichtig sei, um sich tatsächlich mehr zu bewegen, die Aktivitätsphasen in den Alltag einzubauen. Ebenso stellten sich andere Akteure aus dem Feld Gesundheit vor, so beispielsweise das Mädchen und Frauenberatungszentrum „Basta“. Eine weitere in Dänemark erprobte Anwendung zielt darauf ab, auch Menschen im höheren Alter und Pflegebedürftige zum körperlichen Training anzuhalten. Fachmann Lars Jessen erläuterte, dass solche auf den Zustand der Senioren abgestimmte Übungen einen sehr positiven Effekt hätten. So würden dabei nicht nur den Betroffenen guttun. Hinzu komme, dass es für Pflegende die Arbeit desto mehr erleichtere, je fitter ihre Patienten seien.
Die Veranstaltung „Prävention – Was geht mich das an?“ fand im Rahmen von „Stadthagen. Gesunde Stadt. Für alle“ statt. Projektleiterin Melanie Bargemann kündigte an, dass in Zukunft eine Reihe weiterer Aktionen folgen würden. Dazu solle auch die Motivation zu mehr Bewegung über einen Wettbewerb zählen. Idee ist es dabei, sich bei den Aktivitäten virtuell mit Bürgermeister Oliver Theiß und anderen Akteuren aus der Stadtgesellschaft zu messen.
Bei der Eröffnung der Veranstaltung hatte Theiß die Bedeutung des Themas Gesundheit und Prävention betont. Es gebe rund 200 Akteure in der Stadt, die in diesem Feld tätig seien, darunter sehr bedeutende Arbeitgeber. Dies zeige das wirtschaftliche Gewicht des Sektors, der gerade für eine Stadt im Wandel wie Stadthagen eine bedeutende Rolle spiele. Jörg Nielaczny, Vorstand der BKK24, erläuterte in seinem Grußwort, dass das Thema Prävention in der Strategie der Krankenkasse mit ihrem Konzept „Länger besser leben“ eine zentrale Rolle spiele. Im Rahmen des Programms „Gesunde Stadt“ und der Etablierung des „Living Care Labs“ sei es gelungen, ein „tolles Netzwerk“ von Mitwirkenden aufzubauen. Die Herangehensweise im Zusammenwirken erweise sich als sehr gewinnbringend, so Nielaczny.
Zum Vorhaben des Aufbaus eine Präventionscenters in Stadthagen erläuterten er und BKK24-Regionalleiter Dennis Busche, dass ein Konzept erarbeitet sei. Dieses fließt in eine Projektskizze ein, die den Weg zu einer Förderung eines solchen Zentrums ebnen könnte.
Foto: bb


Bastian Borchers
Bastian Borchers

Redakteur Schaumburger Wochenblatt

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