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Lehrermangel bleibt weiterhin ein Thema

Weitere Abordnungen am Hölty-Gymnasium stehen an / Lücken in der Unterrichtsversogung drohen

 

WUNSTORF (tau). An deut­schen Grund­schu­len feh­len tau­send Di­rek­to­ren, lau­tet eine Schlag­zeile zum Ende die­ses Jah­res. Laut Deut­schem Leh­rer­ver­band sei jede zehnte Grund­schule bun­des­weit be­trof­fen. Gründe dafür seien ein stres­si­ger Job, der sich fi­nan­zi­ell kaum lohne und mit im­mer mehr Auf­ga­ben ü­ber­frach­tet wer­de, so die Vor­sit­zende der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) Mar­lis Te­pe. In Wunstorf hat es in die­sem Jahr zwei Wech­sel auf Schul­lei­ter­pos­ten an Grund­schu­len ge­ge­ben. Diese sind al­ler­dings rei­bungs­los ver­lau­fen, wie Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt und der zu­stän­dige De­zer­nent der Lan­des­schul­behör­de, Ge­org Bitt­ner, bei den of­fi­zi­el­len Ein­führun­gen be­ton­ten. Eine schnelle Wie­der­be­set­zung of­fe­ner Rek­to­ren­stel­len sei den­noch schwie­rig, da der Pos­ten ein Mehr an Ver­ant­wor­tung und Ar­beit be­deu­te. Die Ost­stadt­schule wird seit die­sem Schul­jahr von Ka­trin Mu­droch-Stör­mer ge­führt, die zu­vor als kom­missa­ri­sche Schul­lei­te­rin an der Ja­mes-Krüss-Grund­schule in Be­ren­bos­tel tätig war. An der Grund­schule Ko­len­feld ü­ber­nahm Kris­tina Kors­meier aus dem Kol­le­gium der Schule den freien Pos­ten als Di­rek­to­rin. Im Früh­jahr ste­hen zwei wei­tere Wech­sel an Wunstor­fer Grund­schu­len an. In Großen­hei­dorn und Lu­the müs­sen al­ler­dings noch Nach­fol­ger/In­nen für Ur­sula Bre­mer und Ro­se­ma­rie Paech ge­fun­den wer­den, wie die Stadt auf Nach­frage mit­teilt. Ein wei­te­res Pro­blem bleibt der all­ge­meine Leh­rer­man­gel an den Grund­schu­len. Im Jahr 2017 musste das Hölty-Gym­na­sium be­reits ei­nige Lehr­kräfte ab­ord­nen. Ins­ge­samt wa­ren es 52 Stun­den, da­von 17 an die Al­bert-Schweit­zer-Schule und 35 an die Grund­schule Stein­hu­de. Im nächs­ten hal­ben Jahr ste­hen laut Aus­sage von Hölty-Schul­lei­ter Tho­mas van Gem­mern wei­tere Ab­ord­nun­gen ins Haus, die durch­aus Lü­cken in die Un­ter­richts­ver­sor­gung des Gym­na­si­ums reißen könn­ten. Mitte Ja­nuar soll dazu Nähe­res be­kannt­ge­ge­ben wer­den. Der Phi­lo­lo­gen­ver­band schlug vor Weih­nach­ten eben­falls Alarm. Er kri­ti­sier­te, dass auch im zwei­ten Schul­halb­jahr viele Gym­na­si­al­leh­rer an Grund­schu­len aus­hel­fen müs­sen. "­Durch die er­neu­ten Ab­ord­nun­gen werde die Un­ter­richts­ver­sor­gung ab An­fang Fe­bruar dra­ma­tisch ab­rut­schen", warnte der Ver­bands­vor­sit­zende Horst Au­dritz in der HAZ. Tref­fen die An­nah­men des Ver­ban­des zu, hätte die neue Lan­des­re­gie­rung und Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Tonne (SPD) ein Pro­blem. Er hatte an­gekün­digt, ab Som­mer 2018 eine Un­ter­richts­ver­sor­gung von 100 Pro­zent er­rei­chen zu wol­len. Fo­to: tau

vom 30.12.2017 | Ausgabe-Nr. 52B

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