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Das Beste, was das Kloster je getan hat

Münchehagens Neujahrsempfang bietet Ausblicke auf die Themen in 2018 / Sönke von Stemm formuliert seine Ziele

MÜN­CHE­HA­GEN (jan). Was das ver­gan­gene Jahr Mün­che­ha­gen ge­bracht hat und was das neue Jahr brin­gen soll, hat im Mit­tel­punkt des Neu­jahrs­emp­fangs der Kir­chen­ge­meinde ge­stan­den. Viele Gäste aus dem Dorf sind der Ein­la­dung des Kir­chen­vor­stan­des ge­folgt.

Danke zu sa­gen, das sei ihm wich­tig, sagte Mün­che­ha­gens Pas­tor Sönke von Stemm. Er habe nun sein ers­tes "vol­les" Jahr in der Kir­chen­ge­meinde hin­ter sich und sei be­geis­tert darü­ber, wie viele Men­schen im­mer wie­der be­reit sei­en, sich zu en­ga­gie­ren, wenn sie von ihm an­ge­spro­chen wür­den. Was für 2018 auf dem Plan ste­he, seien zum einen die Kir­chen­vor­stands­wah­len, für die es auf der Liste in Mün­che­ha­gen bis­lang neun Be­wer­ber ge­be, von de­nen vier ge­wählt wer­den könn­ten. Eine Vor­stel­lungs­runde all je­ner sei dem­nächst in der Kir­che ge­plant und noch könn­ten wei­tere Be­wer­bun­gen ein­ge­hen. Außer­dem solle ge­fei­ert wer­den, dass das Ge­mein­de­haus vor 90 Jah­ren ge­baut wor­den sei. "Erst kam das Haus, dann der Pfar­rer", sagte von Stemm schmun­zelnd in Rich­tung von Loc­cums Abt Horst Hirsch­ler. Nach wie vor gehört die Kir­chen­ge­meinde zum Loc­cu­mer Stifts­be­zirk, so­dass man­che Ent­schei­dun­gen ohne Loc­cu­mer Ein­wil­li­gung – oder auch Loc­cu­mer Geld – in den vie­len Jah­ren nicht ge­trof­fen wer­den konn­ten. Hirsch­ler nahm von Stemms An­mer­kun­gen eben­falls schmun­zelnd ent­ge­gen und be­kun­de­te, das Bes­te, was das Klos­ter ge­tan ha­be, sei es doch ge­we­sen, ihn – den neuen Pas­tor – an Land zu zie­hen. Ziel in Mün­che­ha­gen, führte von Stemm wei­ter aus, sei es zu­dem, für die Ju­gend­li­chen in der Kir­chen­ge­meinde einen Raum zu schaf­fen. Dazu habe der Un­ter­neh­mer Fer­di­nand Wes­ling Se­nior der Ge­meinde einen Bau­wa­gen ge­schenkt – den es nun zu re­no­vie­ren gel­te. Dazu bei­zu­tra­gen, dass Fa­mi­lien Bil­dungs­si­cher­heit be­kom­men und ih­nen in­ner­halb der Ge­meinde "­Nest­wär­me" zu ge­ben, ist ein wei­te­res Ziel, das sich der Pas­tor ge­setzt hat. Reh­burg-Loc­cums Bür­ger­meis­ter Mar­tin Franke wünschte im An­schluss ein gu­tes neues Jahr – ei­nes ohne Ka­ta­stro­phen und ei­nes, in dem es darum ge­he, sich mit den Nach­barn gut zu stel­len. Ex­pli­zit, sagte er, spiele er da­mit auch auf den be­reits seit län­ge­rem schwe­len­den Streit in­ner­halb der Jagd­ge­nos­sen­schaft des Dor­fes an. Er hoffe bei dem dem­nächst an­ste­hen­den Ge­sprächs­ter­min zu die­sem Streit dar­auf, dass Of­fen­heit von al­len Sei­ten herr­sche und alle be­reit sei­en, den Streit bei­zu­le­gen. Letzt­lich sei es viel­leicht für alle an der Zeit zu er­ken­nen, dass es im­mer nicht nur eine Wahr­heit ge­be. Ein "Mün­che­ha­gen.-The­ma" war für Franke schließ­lich auch das Reh­burg-Loc­cu­mer Bil­dungs­haus. Lange habe sich der Pro­zess ver­zö­gert, ei­gent­lich sollte es längst fer­tig sein am Stand­ort Mün­che­ha­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr hät­ten die Ver­zö­ge­run­gen in ers­ter Li­nie am Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren ge­le­gen. "Wir ha­ben uns lange da­mit aus­ein­an­der­set­zen müs­sen, wie lange ein Toi­let­ten­gang der Er­zie­he­rin­nen dau­er­t", führte Franke als Bei­spiel der mo­nier­ten Punkte in den Pla­nun­gen an. Nun solle aber end­lich Rea­lität wer­den, was lange ge­plant wur­de. Orts­bür­ger­meis­te­rin Re­nate Bra­sel­mann be­gann ihre An­spra­che da­mit, dass Mün­che­ha­gen oft eine an­dere Sicht­weise als die Stadt Reh­burg-Loc­cum ver­tre­te. Sie sprach bei­spiels­weise noch ein­mal an, dass sie sich statt zwei neuen Grup­pen­räu­men, die für das Bil­dungs­haus in die­sem Jahr an die Grund­schule an­ge­baut wer­den sol­len, drei Grup­pen­räume ge­wünscht ha­be. Auch hin­sicht­lich des Straßen­be­stands­ka­tas­ters habe der Orts­rat Mün­che­ha­gen ganz an­dere Vor­stel­lun­gen als die Stadt. Schließ­lich er­läu­terte sie noch, dass das Schüt­zen­fest im Dorf von ei­ner In­ter­es­sen-Ge­mein­schaft, die sich ge­grün­dete ha­be, kom­plett neu aus­ge­rich­tet wer­de. Das Fest hatte in den ver­gan­ge­nen Jah­ren einen stei­gen Be­su­cherrück­gang zu ver­zeich­nen. Fo­to: jan

vom 11.01.2018 | Ausgabe-Nr. 2A

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