Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

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Richtlinie ermöglicht ein längeres Feiern

Dreistufenmodell soll Konflikte um die Nachtruhe lösen

WUNSTORF (tau). Volks­fes­te, die bis weit nach Mit­ter­nacht an­dau­ern, ha­ben in der Ver­gan­gen­heit im­mer wie­der zu Be­schwer­den ein­zel­ner An­lie­ger ge­führt. Es be­stand die Ge­fahr ei­nes ge­ne­rel­len Fei­er­ver­bo­tes oder Zap­fen­strei­ches um Punkt 22 Uhr. Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt und Ers­ter Stadt­rat Cars­ten Pi­el­lusch er­grif­fen des­halb die In­itia­tive und ar­bei­te­ten in Ab­stim­mung mit dem zu­stän­di­gen Lan­des­mi­nis­te­ri­um, der Staats­kanz­lei und dem Städ­te­tag eine neue Frei­zeit­lärm­schutz­richt­li­nie aus. Sie sieht ein drei­stu­fi­ges Mo­dell vor, das für alle Wunstor­fer Orts­teile einen ein­heit­li­chen recht­li­chen Rah­men vor­gibt und da­mit auch einen In­ter­es­sen­aus­gleich schafft, zwi­schen dem be­rech­tig­ten Ru­he­be­dürf­nis auf der einen Seite und dem Wunsch, be­son­dere Volks­feste auch mal et­was län­ger fei­ern zu dür­fen, auf der an­de­ren Sei­te.

Dem­nach dürfe in je­dem Orts­teil ein ein­ma­li­ges, jähr­lich wie­der­keh­ren­des Er­eig­nis wie das Schüt­zen­fest oder ein Dorf­fest auch nach Mit­ter­nacht noch statt­fin­den, wenn das aus­führ­lich be­grün­det ist. Wei­tere Fes­te, wie bei­spiels­weise ein zu­sätz­lich ne­ben dem Schüt­zen­fest noch statt­fin­den­des Ok­to­ber­fest, wie das der­zeit in Ko­len­feld ge­plant wird, dür­fen nur ma­xi­mal zwei Stun­den län­ger dau­ern, also bis Mit­ter­nacht. Da­nach müs­sen die gel­ten­den Lärm­schutz­werte wie­der ein­ge­hal­ten wer­den. Das ist den­noch eine kleine Ver­bes­se­rung im Ver­gleich zur bis­he­ri­gen Re­ge­lung, die eine Lär­mü­ber­schrei­tung nach 22 Uhr nur um eine Stunde dul­de­te. Alle an­de­ren Fes­te, das wäre die Ka­te­go­rie drei, müs­sen wie ge­habt spätes­tens mit Be­ginn der Nachtruhe um 22 Uhr ent­we­der be­en­det wer­den oder so leise statt­fin­den, dass da­durch nie­mand in sei­ner Nachtruhe ge­stört wird. In der Ver­gan­gen­heit hat­ten Volks­feste in Wunstorf, Lu­the und Großen­hei­dorn im­mer wie­der zu Be­schwer­den ein­zel­ner ge­führt. Die Stadt spricht da­her von ei­nem all­ge­mei­nen Pro­blem und hofft, mit der neuen Richt­li­nie alle Sei­ten zu­frie­den stel­len zu kön­nen. Fo­to: tau

vom 01.02.2018 | Ausgabe-Nr. 5A

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