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Nach dem Segeltörn 
ist vor dem Törn

Max Leßner entscheidet sich im Zweifel für den Segel Sommer

STEIN­HUDE (tau). Wenn ei­ner eine Reise un­ter­nimmt, dann kann er be­kann­ter­maßen viel erzählen: Wie viel Wahr­heit in die­sem Sprich­wort steckt, be­wies der Cux­ha­ve­ner Seg­ler Max Leß­ner beim Seg­ler­treff Re­gion Han­no­ver ein­drück­lich mit ei­nem un­ter­halt­sa­men zwei­stün­di­gen Vor­trag. Gut 4.600 See­mei­len hatte der heute 24-Jäh­rige vor in­zwi­schen vier Jah­ren mit ei­nem Ein­hand-Törn ü­ber die Ost­see be­wäl­tigt, sechs Mo­nate lang steu­erte er seine 7,5 Me­ter lange Si­rius zu Hä­fen in Län­dern ent­lang der Ost­seeküs­te. Ur­sprüng­lich hatte der an­ge­hende Ju­rist sei­nen Törn als Aus­zeit vom Stu­dium ge­plant, am Ende ver­buchte er den größten Ein­hand-Törn auf der Ost­see. Zwi­schen Pla­nung und der Rück­kehr in den hei­mi­schen Ha­fen Kap­peln la­gen un­ge­zählte Er­leb­nis­se, von de­nen Leß­ner ei­nige den gut 170 Zuhö­rer in den Stein­hu­der Strand­ter­ras­sen erzähl­te. Er ließ sie teil­ha­ben an ei­nem Start im Ne­bel, bei dem noch nicht ein­mal der Leucht­turm bei Wis­mar zu se­hen war, an ei­ner be­ein­dru­cken­den Küste und Gast­freund­schaft in Dan­zig, an ei­nem Nato-Manö­ver in Est­land und dem Prunk in St. Pe­ters­burg. "Wer diese Stadt nicht ge­se­hen hat hat die Ost­see nicht er­kun­det", schwärmte er von der rus­si­schen Me­tro­po­le. Sein Tipp an all je­ne, die ihm fol­gen wol­len: Ein Schiffs­stem­pel, um den dor­ti­gen Zoll zu be­ein­dru­cken. "­Se­geln ist un­glaub­lich zeit­los", sagte der 24-Jäh­ri­ge, des­sen Törn ihn wei­ter nach Finn­land, Schwe­den, Nor­we­gen und Dä­ne­mark führ­te. Mit Fo­tos und Vi­deo­se­quen­zen sorgte er dafür, dass die Zuhö­rer sich seine Schil­de­run­gen plas­tisch vor­stel­len konn­ten - vor al­lem beim Durch­fah­ren des Göta-Ka­nals oder mit be­ein­dru­cken­den Auf­nah­men der Schären­ge­bie­te. Längst war zu die­sem Zeit­punkt bei den meis­ten Zu­schau­ern das Fern­weh ge­weckt. Da­bei ge­währte Leß­ner auch sehr per­sön­li­che Ein­blicke, als er bei­spiels­weise die Rück­kehr aus dem ü­ber­füll­ten Stock­holm zu sei­nem Boot schil­der­te: "Ich wusste auf ein­mal, dass ich nur mein Schiff zum Glück­lich­sein brau­che." Wohl auch des­halb gilt für ihn: Nach dem Törn ist vor dem Törn. Und so se­gelte Leß­ner im ver­gan­ge­nen Jahr mit sei­nem Boot um Eng­land. Mit Im­pres­sio­nen ü­ber die­sen Ein­hand-Törn werde er er­neut in Stein­hude er­war­tet, schrieb ihm Seg­ler­treff-Ko­or­di­na­to­rin An­drea Ku­schetzki sym­bo­lisch ins Log­buch - und der Cux­ha­ve­ner sagte so­fort für den zwei­ten Vor­trag zu. Der Seg­ler­treff Re­gion Han­no­ver ist ein lo­cke­rer Zu­sam­menschluss von Was­ser­sport­be­geis­ter­ten, der sich im­mer am 1. Don­ners­tag im Mo­nat um 19.30 Uhr in den Stein­hu­der Strand­ter­ras­sen trifft. Je­der ist herz­lich will­kom­men da­bei zu sein. Das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm des Seg­ler­treff Re­gion Han­no­ver fin­det seine Fort­set­zung am 1. März um 19.30 Uhr mit dem in­ter­na­tio­nal be­kann­ten Po­lar­for­scher Ar­ved Fuchs und sei­ner Mul­ti­vi­si­onss­how "­Grön­land – 35 Jahre in Eis und Schnee", Kar­ten gibt es für 19 Euro bei der Buch­hand­lung We­ber in Wunstorf, bei den Stein­hu­der Strand­ter­ras­sen in Stein­hude und im In­ter­net. Nähere In­fos un­ter ww­w.­seg­ler­treff-re­gion-han­no­ver­.de und bei An­drea Ku­schetzki un­ter 0171/1871716. Fo­to: tau/pri­vat

vom 08.02.2018 | Ausgabe-Nr. 6A

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