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Die AfD schmückt sich mit fremden Federn

Ortsbürgermeisterin zeigt sich verärgert über Antrag zum Bauauschuss / Ursprüngliche Anfrage stammt von den Grünen

WUNSTORF (tau). Da hat sich die AfD-Frak­tion wohl mit frem­den Fe­dern ge­schmückt. Ein An­trag für die Sit­zung des Bau­aus­schus­ses am 27. Fe­bruar sorgt für Wir­bel. Die Frak­tion will ü­ber die Un­ter­führung der Bahn­brü­cke am Deich­weg dis­ku­tie­ren, da diese bei Star­kre­ge­ner­eig­nis­sen häu­fig ü­ber­flu­tet sei und Fußgän­ger dazu ver­lei­te, ü­ber die Gleise und den Bahn­damm zu ge­hen. "Da hier eine Ge­fahr für Leib und Le­ben ge­ge­ben ist, er­scheint die schnellst­mög­li­che Lö­sung des Pro­blems ge­bo­ten", so An­dreas R. Nie­pel, der für die AfD im Bau­aus­schuss sitzt. Das Pro­blem: Das ha­ben vor ihm schon an­dere er­kannt und sind ent­spre­chend ak­tiv ge­wor­den.

Zwar weist die AfD in ih­rer Pres­se­mit­tei­lung auf die An­frage ei­nes Bür­gers im Orts­rat Blu­menau hin, der wis­sen woll­te, wann mit ei­ner Um­set­zung der Pla­nun­gen be­züg­lich bes­se­rer Ab­fluss­mög­lich­kei­ten nach Hoch­was­ser oder Star­kre­gen­fäl­len un­ter der Bahn­brü­cke zu rech­nen sei. Was die AfD-Frak­tion al­ler­dings nicht er­wähnt, ist die Tat­sa­che, dass der Orts­rat Blu­menau-Lie­the dar­auf­hin eine gleich­lau­tende An­frage be­reits an die Ver­wal­tung ge­stellt hat, wie aus dem Pro­to­koll der Orts­rats­sit­zung zu ent­neh­men ist. "Dass die AfD es so dar­stellt, als sei es auf ih­rem Mist ge­wach­sen, ist eine bo­den­lose Un­ver­schämt­heit", so Blu­men­aus Orts­bür­ger­meis­te­rin Dag­mar von Hörs­ten zum Stadt­an­zei­ger. Orts­rats­frau Meike Hol­ste (Grü­ne) stellte die of­fi­zi­elle An­frage an die Ver­wal­tung. Es sollte ge­prüft wer­den, wie man ver­hin­dern kön­ne, dass die Leute ü­ber die Bahn­gleise ge­hen und ob es even­tu­ell mög­lich sei, einen Steg zu bauen und dafür die Kos­ten zu nen­nen. "­Diese An­frage wurde vom ge­sam­ten Orts­rat Blu­menau/­Lie­the un­ter­stütz­t", so Orts­bür­ger­meis­te­rin von Hörs­ten. Die hatte kurz nach Weih­nach­ten auch einen Orts­ter­min mit ei­nem Mit­glied des Bau­aus­schus­ses ver­ein­bart und ihn auf die Pro­bleme mit der Bahn­un­ter­führung hin­ge­wie­sen. Auch die Ver­wal­tung habe schon rea­giert und ent­spre­chende Ab­sper­run­gen am Au­e­damm auf­ge­stellt. "­Sie soll­ten von der Be­völ­ke­rung ernst ge­nom­men und nicht zur Seite ge­scho­ben wer­den", so von Hörs­ten. "Ü­ber wei­tere Maß­nah­men wird ent­schie­den und zwar nicht auf In­itia­tive der Af­D", stellt die Orts­bür­ger­meis­te­rin klar. "Es ist eine Frech­heit von der AfD, in ei­ner Orts­rats­sit­zung ein Thema auf­zu­schnap­pen, wei­ter nichts zu un­ter­neh­men, sich in der Presse aber als der große Küm­me­rer dar­zu­stel­len", so von Hörs­ten ab­sch­ließend. Fo­to: tau/pri­vat

vom 08.02.2018 | Ausgabe-Nr. 6A

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