Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

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Das Land gibt mehr Geld für die Schulen

Mittel stehen auch für die Modernisierung der IT-Infrastruktur zur Verfügung / Schulen warten noch auf neue Hardware

WUNSTORF (tau). Die Schu­len in Nie­der­sach­sen brau­chen Geld. Vor al­lem bau­li­che Sa­nie­run­gen schla­gen mit ho­hen Be­trä­gen zu Bu­che. Nun will das Land den Kom­mu­nen zu­sätz­li­che För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung stel­len. Aus dem Topf ste­hen der Stadt Wunstorf knapp 743.000 Euro zur Ver­fü­gung, wie der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­nete Se­bas­tian Lech­ner mit­teilt. Nach der Neu­re­ge­lung des bun­des­wei­ten Fi­nanz­aus­gleichs ha­ben Bund und Län­der die Grund­lage für diese zu­sätz­li­chen Fi­nanz­hil­fen zu­guns­ten der Kom­mu­nen ge­schaf­fen. Die Län­der er­hal­ten ins­ge­samt 3,5 Mil­li­ar­den Euro für die Mo­der­ni­sie­rung der Schu­lin­fra­struk­tur – rund 289 Mil­lio­nen Euro da­von fließen nach Nie­der­sach­sen.

"Das Land hat sich ver­pflich­tet, die Bun­des­mit­tel in vol­ler Höhe an die Kom­mu­nen wei­ter­zu­ge­ben und sie nach ei­nem fest­ge­leg­ten Schlüs­sel auf die Land­kreise und Ge­mein­den zu ver­tei­len. Hier spie­len ver­schie­dene Fak­to­ren eine Rolle – vor al­lem die kom­mu­na­len Steuer­ein­nah­men, aber auch Schü­ler- und Ar­beits­lo­sen­zah­len so­wie die Höhe der auf­ge­nom­me­nen Kas­sen­kre­di­te", er­klärt Lech­ner. Wunstorf gehört zu den Pro­fi­teu­ren des kom­mu­na­len Schulin­ves­ti­ti­ons­pro­gramms, das be­reits ab dem Som­mer zur Ver­fü­gung steht. "In Nie­der­sach­sen er­mög­li­chen wir zu­dem, die Mit­tel auch für die Mo­der­ni­sie­rung der IT-In­fra­struk­tur in Schu­len ein­zu­set­zen – da­mit zeigt die neue Lan­des­re­gie­rung, wie wich­tig ihr die Di­gi­ta­li­sie­rung ist", be­tont Lech­ner. Al­ler­dings wer­den die Gel­der nicht im­mer auch so­fort ab­ge­ru­fen, wie ein Blick in die städ­ti­schen Haus­halts­zah­len zeigt. So soll­ten in den Herbst­fe­rien bei­spiels­weise in­ter­ak­tive Ta­feln für das Hölty-Gym­na­sium be­schafft wer­den. Die Mit­tel dafür wa­ren im Haus­halt ein­ge­plant, pas­siert ist aber nichts, wie auch Schul­lei­ter Tho­mas van Gem­mern dem Stadt­an­zei­ger bestätigt. Die städ­ti­sche EDV-Ab­tei­lung habe sich noch ein­mal an­ders ent­schie­den und den Vor­schlag ge­macht, statt Smart­boards nun auf die An­schaf­fung von größe­ren Flach­bild­schir­men zu set­zen. Die ha­ben den Vor­teil, dass sie auch an sehr son­ni­gen Ta­gen ge­nutzt wer­den kön­nen. Bei Smart­boards sei wie­derum eine ent­spre­chende Be­schat­tungs­an­lage er­for­der­lich, da­mit Schü­ler auch et­was er­ken­nen. Am Geld liegt es der­zeit also nicht, wohl aber an ei­nem Kon­zept, wie die Mit­tel sinn­voll un­ter den ge­ge­be­nen Be­din­gun­gen ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Dazu lau­fen per­ma­nent Ge­spräche zwi­schen der Stadt und den Schu­len. Ziel sei es, Stan­dards zu ent­wi­ckeln, die eine mit­tel­fris­tige Pla­nungs­si­cher­heit ge­währ­leis­ten. Dazu gehöre bei­spiels­weise eine In­fra­struk­tur, die sich auch zen­tral per Fern­war­tung pfle­gen lässt. Eine wei­tere große Her­aus­for­de­rung stellt die Ver­sor­gung mit adäqua­ten Breit­band­an­schlüs­sen dar, wenn in den Schu­len die gleich­zei­tige Nut­zung von im­mer mehr di­gi­ta­len Me­dien im Un­ter­richt wie etwa Ta­blets zum All­tag gehört. Diese Ü­ber­le­gun­gen zei­gen, dass ein Me­dienent­wick­lungs­kon­zept, an dem Schu­len wie auch Stadt ge­mein­sam ar­bei­ten, für die Zu­kunft un­ab­ding­bar ist. Al­ler­dings sind die Schu­len schon seit Jah­ren da­bei, sol­che Kon­zepte auf­zu­stel­len und per­ma­nent wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, wie der Stadt­an­zei­ger bei ei­ner Ab­frage un­ter den wei­ter­bil­den­den Schu­len er­fuhr. Fo­to: tau

vom 01.03.2018 | Ausgabe-Nr. 9A

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