„Es ist ein toller Tag“ | Wunstorfer-Stadtanzeiger

„Es ist ein toller Tag“

Große Freude bei allen Beteiligten und Gästen über die Eröffnung vom Jugendtreff. (Foto: gk)
Große Freude bei allen Beteiligten und Gästen über die Eröffnung vom Jugendtreff. (Foto: gk)
Große Freude bei allen Beteiligten und Gästen über die Eröffnung vom Jugendtreff. (Foto: gk)
Große Freude bei allen Beteiligten und Gästen über die Eröffnung vom Jugendtreff. (Foto: gk)
Große Freude bei allen Beteiligten und Gästen über die Eröffnung vom Jugendtreff. (Foto: gk)

Rodenberg erlebte eine Sternstunde: Ein Jugendtreff wurde im „Veranstaltungszentrum Rodenberg Mitte“ durch den Jugendbeirat der Samtgemeinde Rodenberg offiziell eröffnet. Neben den Jugendlichen gehörten Bürgermeister Ralf Sassmann, Samtgemeindebürgermeister Dr. Thomas Wolf sowie Vertreter der Verwaltung, des Rates und unterstützende Erwachsene zu den Gästen.

„Es ist ein toller Tag“, freute sich Jannik Haschke, Vorsitzender des Jugendbeirats und Motor der Initiative für einen Jugendtreff. In seiner Eröffnungsansprache dankte er besonders allen Förderern und Unterstützern, zu denen die Verwaltung und Politik ebenso gehören, wie spendende Bürgerinnen und Bürger sowie die örtlichen Medien, betonte er.

Zunächst sei der Wunsch nach einem Jugendtreff kontrovers in der Politik diskutiert und auch darum gerungen worden, schilderte Haschke die vorangegangenen Abläufe. Das Ziel schien „teilweise meilenweit weg, nahezu unerreichbar zu sein“.

Letztlich habe ein an den Samtgemeindebürgermeister gerichteter Prüfauftrag einen Prozess ausgelöst, „der sich mit einer Vision zum Jugendtreff befasste, ohne einen konkreten Plan zu haben“.

Umso größer sei die Freude der Jugendvertretung, dass bereits nach 19 Monaten diese Kompromisslösung gefunden wurde. Haschke: „Jetzt gibt es einen Raum, für den Jugendliche Verantwortung übernehmen können, was uns sehr wichtig ist. Einen Raum, damit Jugendliche wirklich die Chance haben, mitzugestalten.“ Dazu gehöre auch eine aufgestellte „Wunschbox“, um das Beteiligungsprojekt zu konkretisieren.

Dass inzwischen ein gespendeter Krökeltisch und weitere Möbel den Raum ausstatten, sei den Spendern und der Förderung der Stadt zu verdanken. „Besonders möchte ich auch den Jugendlichen im Jugendbeiratsteam für ihren langen Atem danken, was nicht so einfach war. Aber der habe letztlich zum Erfolg beigetragen“, hob Haschke hervor.

„Zunächst seien die Zuständigkeiten gar nicht klar gewesen, da jeder in den Mitgliedgemeinden der Samtgemeinde eine Räumlichkeit stellen oder auch nicht stellen wollte“, erklärt der Rodenberger Bürgermeister Ralf Sassmann. Die Frage sei zu klären gewesen, „wo es überhaupt gemacht werden könnte“.

Die Räumlichkeit in Rodenberg Mitte sei zunächst eine gute Möglichkeit anzufangen, auch wenn es nicht das optimalste ist, da diese Räumlichkeiten noch mit anderen Gruppen geteilt werden müssten.

„Aber man kann erst einmal starten und damit ein Fundament setzen. Von hier aus kann geschaut werden, was es noch zu optimieren gibt. Wir werden es vom Rat aus weiter begleiten. Der Zuspruch in der ganzen Samtgemeinde wird sicherlich groß sein, auch wenn das herkommen aus den Ortschaften vielleicht etwas schwierig ist.“

Eine Gratulation zur neuen Einrichtung überbrachte außerdem Dr. Thomas Wolf aus der Sicht der Samtgemeinde. „In formaler Hinsicht ist es so, dass für die Jugendarbeit eigentlich die Samtgemeinde zuständig ist. In der Tradition wurde dies aber bisher immer von den Mitgliedsgemeinden umgesetzt, oder über die Jugendorganisationen der Vereine, wie zum Beispiel der Jugendfeuerwehr.

Deshalb habe die Verwaltung im Laufe der Diskussion vorgeschlagen, das Thema auf die Ebene der Samtgemeinde zu heben, um dafür auch eine ernsthafte Stelle eines Jugendpflegers zu schaffen. Dafür wird es jetzt wohl, in der aktuellen Diskussion in dieser Samtgemeinde, keine Mehrheit geben“, so Wolf.

Das habe sich in dieser Woche herausgestellt, da es der Wunsch der Samtgemeindepolitik ist, dieses Thema weiterhin auf der Ebene der Mitgliedsgemeinden zu führen. Während in Rodenberg ein Jugendtreff eröffnet wird, diskutiere man in Apelern über das Modell eines mobilen Jugendtreffs in einem Bauwagen auf Kirchengelände, womit auch den Ortsteilen Angebote gemacht werden sollen.

Auch in Lauenau werde darüber gesprochen. Und Wolf betonte unter starkem Beifall ausdrücklich: „Ich glaube, dass alles, was wir jetzt zum Thema Jugendpflege diskutieren, wir nicht diskutieren würden, wenn es euch vom Jugendbeirat nicht gäbe. Die hier entstandene Einrichtung für Kinder und Jugendliche kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Alles muss noch in klare Strukturen gebracht werden, was sicherlich in den Bereich des Stadtrates gehört.“

Als sehr gelungen fasste Haschke die Eröffnungsveranstaltung zusammen. „Der Zuspruch hat mich begeistert. Nach dem offiziellen Teil kamen noch viele Jugendliche dazu. Bis in den späten Abend hinein saßen wir beisammen und diskutierten.“

Jetzt freue er sich auf die Öffnungstage. Denn immer dienstags und donnerstags ist dieser Jugendtreff für Jugendliche ab 14 Jahren von 17 bis 20 Uhr geöffnet. „Wir können uns auch vorstellen, in Zukunft auch Angebote für Jüngere zu gestalten.“


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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