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Werner Langer feiert 60-jähriges Priesterjubiläum

 

WUNSTORF -pot- "Un­ser Glaube sagt, Kir­che ist mehr als der Zu­sam­menschluss von Men­schen. Da ist ei­ner, der sie im­mer wie­der zu­sam­men­führt und sie be­glei­tet. Ich habe darü­ber nicht nur nach­ge­dacht, son­dern in die­ser Kir­che ge­leb­t." Worte vom jetzt 87jäh­ri­gen Pfar­rer im Ru­he­stand Wer­ner Lan­ger, der jetzt in Iden­sen lebt, am mor­gi­gen Frei­tag, dem 9. Juli um 17 Uhr in der Bo­kelo­her St. Pe­trus Ca­ni­sius-Kir­che sein 60jäh­ri­ges Pries­ter­ju­biläum mit ei­nem fest­li­chen Got­tes­dienst fei­ert und dazu herz­lich ein­lädt. Lan­ger: "­Die­sen Tag möchte ich gern mit al­len fei­ern, die mich ein Stück des Weges in die­sem Dienst be­glei­tet ha­ben." Pfar­rer in Ruhe Wer­ner Lan­ger fei­ert sein 60jäh­ri­ges Pries­ter­ju­biläum.

Pfar­rer Lan­ger stu­dierte ge­mein­sam mit dem auch heute noch un­ver­ges­se­nen Pre­di­ger und Je­sui­ten­pa­ter Lep­pich nach 1945 Theo­lo­gie in Bres­lau und wurde später in Hil­des­heim zum Pries­ter ge­weiht.

­Die Wunstor­fer Kir­chen­ge­meinde St. Bo­ni­fa­tius ü­ber­nahm er 1960 in ei­ner Zeit, in der sich die da­mals vor­wie­gend aus Flücht­lin­gen und Ver­trie­be­nen be­ste­hen­den Ge­mein­de­mit­glie­der be­gan­nen, sich end­gül­tig da­mit ab­zu­fin­den, nie wie­der in ihre alte Hei­mat zurück­keh­ren zu kön­nen. Lan­ger: "Ich war den Men­schen sehr ver­bun­den, weil ich ja das glei­che Schick­sal hatte wie sie." Gern er­in­nere er sich daran zurück, wie die jun­gen und ak­ti­ven un­ter ih­nen be­gan­nen, ei­gene Häu­ser zu bauen und sie sich da­bei ge­gen­sei­tig un­ter­stütz­ten.

An­ders sei das aber für die Al­ten ge­we­sen, die nicht mehr die Kraft und das Geld für einen der­ar­ti­gen Neu­an­fang hat­ten. Die sehr ka­ri­ta­tiv den­kende und han­delnde ehe­ma­lige Leh­re­rin Frau Klose hätte ihn auf die Idee ge­bracht, Al­ten­woh­nun­gen für diese Men­schen zu schaf­fen. Das sei ü­ber­haupt nicht ein­fach ge­we­sen. Die Ge­meinde und die Stadt konn­ten das dafür er­for­der­li­che Geld nicht auf­brin­gen. Auch der Ca­ri­tas-Ver­band des Bis­tums Hil­des­heim sah sich nicht in der Lage zu hel­fen. In der Si­tua­tion hätte Frau Klose ge­sagt, wenn alle an­de­ren nichts tun kön­nen, dann tue ich et­was. Sie zahlte re­gel­mäßig 100 Mark von ih­rer Pen­sion auf ein Son­der­konto mit dem Ziel ein, in Ge­mein­schaft Al­ten­woh­nun­gen zu bau­en.

­Zu­sam­men mit dem Bau­ver­ein und nach dem Weg­räu­men sehr vie­ler büro­kra­ti­scher Hür­den ist es Wer­ner Lan­ger dann ge­lun­gen, in dem neu ent­ste­hen­den Wohn­ge­biet Barne drei Häu­ser mit ins­ge­samt 24 Al­ten­woh­nun­gen zu schaf­fen.

Das war nur eins der bahn­bre­chen­den Zie­le, die er in sei­ner Wunstor­fer Amts­zeit er­reichte und auf die er auch heute noch stolz sein kann. Fo­to: pot

vom 08.07.2010 | Ausgabe-Nr. 27A

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