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Wichtige Prüfung für das Bildungshaus

Rehburg-Loccum ist in der Endrunde für Deutschen Kindertagesstätten-Preis / Einen authentischen Eindruck gewinnen

REH­BURG-LOC­CUM (jan). Die Ver­zah­nung zwi­schen Kin­der­ta­gesstät­ten und Grund­schu­len in­ten­si­vie­ren, den Ü­ber­gang aus den Ki­tas in die Schule für Kin­der er­leich­tern und ein­fach gute Bil­dungs­ar­beit an­bie­ten – un­ge­fähr so sieht der An­satz für die Ein­rich­tung der Bil­dungs­häu­ser in Reh­burg-Loc­cum aus. Die­ses Reh­burg-Loc­cu­mer Kon­zept hat nun die Chance auf den Deut­schen Kita-Preis – als ei­nes von zehn aus­ge­wähl­ten Pro­jek­ten in der End­run­de.

171 Be­wer­bun­gen aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet ha­ben vor­ge­le­gen beim Ren­nen um den Kita-Preis, zehn sind in die en­gere Wahl ge­kom­men und diese zehn be­kom­men nun Be­such. Der erste Ein­druck aus den schrift­li­chen Be­wer­bun­gen und dar­auf­fol­gen­den Te­le­fona­ten soll ver­stärkt und eine Be­wer­tung ge­schrie­ben wer­den, die dann der Jury vor­ge­legt wird. Das ist die Auf­gabe von Bar­bara Junne und Ste­fan Clotz von der Deut­schen Kin­der- und Ju­gend-Stif­tung. Vom Nor­den der Re­pu­blik "­ar­bei­ten" sie sich in den Sü­den vor und ei­nes ih­rer Ziele ist die Grund­schule Mün­che­ha­gen be­reits ge­we­sen. Dort sind sie mit Er­zie­hern aus den Kin­der­ta­gesstät­ten, mit Grund­schul­leh­rern, El­tern und Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­tern für einen Tag zu­sam­men­ge­kom­men. In­ter­views stan­den am An­fang des Ta­ges, da­nach folgte ein Work­shop für al­le. Auf diese Art ver­su­chen die bei­den, noch of­fene Fra­gen be­ant­wor­tet zu be­kom­men und einen mög­lichst au­then­ti­schen Ein­druck von die­sem Bünd­nis aus Schu­len, Ki­tas und Ver­wal­tung zu ge­win­nen. Bünd­nis ist das Stich­wort, das Kunne und Clotz im Pres­se­ge­spräch im­mer wie­der in den Vor­der­grund stel­len. Denn Bünd­nisse sind es, die be­wer­tet wer­den. In­wie­weit ar­bei­ten alle Be­tei­lig­ten mit­ein­an­der? Wird das Kon­zept von al­len Sei­ten ge­tra­gen? Las­tet es auf vie­len Schul­tern? Wer ist an der Ent­wick­lung be­tei­ligt ge­we­sen? Und wel­ches sind die Zie­le, die mög­lichst alle ver­fol­gen? Da­bei neh­men sie auch den Kon­text der je­wei­li­gen Ein­rich­tun­gen ge­nau in den Blick. Al­lein schon die Vor­aus­set­zun­gen in den ver­schie­de­nen Bun­des­län­dern sind kei­nes­wegs ein­heit­lich und Kin­der­ta­gesstät­ten auf dem Land müss­ten si­cher­lich un­ter an­de­ren Ge­sichts­punk­ten be­trach­tet wer­den als sol­che, die mit­ten in ei­ner größe­ren Stadt sind, sa­gen sie. Und dann müs­sen den schö­nen Wor­ten aus der Be­wer­bung nun quasi Ta­ten fol­gen. Ist wirk­lich al­les so, wie es bei der Be­wer­bung ge­schil­dert wur­de? Dar­auf ar­bei­ten alle – El­tern, Er­zie­her, Leh­rer und Ver­wal­tung – an die­sem Tag hin. Ein we­nig als Prü­fungs­si­tua­tion se­hen es schon al­le, die dort in­ter­viewt wer­den und im Work­shop mehr oder we­ni­ger einen Test durch­lau­fen. Gut wol­len sie da­ste­hen und zie­hen nun ein wei­te­res Mal ge­mein­sam an ei­nem Strang. Den Kita-Preis nach Reh­burg-Loc­cum zu ho­len, wäre schließ­lich nicht nur an­ge­sichts des Preis­gel­des ver­lo­ckend, son­dern auch eine Wür­di­gung ih­rer al­ler Ar­beit – und außer­dem gut fürs Re­nom­mee. Einen ers­ten klei­nen Ein­druck for­mu­liert Kunne be­reits zur Halb­zeit des Be­suchs­ta­ges in Mün­che­ha­gen. Die Kind-Ori­en­tie­rung, sagt sie, sei et­was, was hier ganz gut um­ge­setzt werde – und das Kind stehe beim Kita-Preis schließ­lich im Mit­tel­punkt. Für die Be­tei­lig­ten am Reh­burg-Loc­cu­mer Bil­dungs­haus heißt es nun war­ten. Im Mai wer­den die Preisträ­ger be­kannt­ge­ge­ben. Fo­to: jan

vom 25.01.2018 | Ausgabe-Nr. 4A

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