Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

Sprung

Inhalt

» Wunstorf

Minister ist Festredner auf CDU-Neujahrsempfang

Minister Björn Thümler: "Die Grundförderung an Hochschulen muss erhöht werden um mehr Lehrer auszubilden"

WUNSTORF (gi). Der Vor­sit­zende des CDU-Stadt­ver­ban­des Wunstorf, Mar­tin Pa­vel, be­grüßte zum Neu­jahrs­emp­fang sei­ner Par­tei als Fest­red­ner den Mi­nis­ter für Wis­sen­schaft und Kul­tur, Björn Thüm­ler. Er ist seit No­vem­ber Mit­glied in der neuen Lan­des­re­gie­rung, da­vor war Thüm­ler seit 2010 Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der CDU im Land­tag. Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt nahm die Ge­le­gen­heit wahr, Grußworte zu spre­chen. Er be­grüße die große Ko­ali­tion in Han­no­ver, es seien sta­bile Ver­hält­nisse für das Land und die Kom­mu­nen. Eber­hardt ging auf die Nor­dum­ge­hung ein, es lä­gen zwei Kla­gen vor, mit dem ers­ten Spa­ten­stich sei 2019 zu rech­nen. Die Stadt wolle die Neu­ge­stal­tung des Bar­ne­plat­zes und der Strand­ter­ras­sen in Stein­hude in An­griff neh­men, einen Ar­chi­tek­ten­wett­be­werb soll es ge­ben für das Gelände der ehe­ma­li­gen Firma Vion am Lu­ther Weg. In der Stadt müsse be­zahl­ba­rer Wohn­raum ge­schaf­fen wer­den, Eber­hardt setzt da­bei auf die ei­gene Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft. Auch die Ge­wer­be­ge­biete müss­ten wei­ter ent­wi­ckelt wer­den. Schade sei die Ein­stel­lung der Ka­liför­de­rung des Ka­li­wer­kes Sig­munds­hall, doch der Ver­lust an Steu­ern sei im Haus­halt be­reits berück­sich­tigt. Der Bür­ger­meis­ter ging aber auch auf die Lan­des­po­li­tik ein, er habe sich den Ko­ali­ti­ons­ver­trag durch­ge­le­sen. Die vollstän­dige Be­zah­lung der Ki­ta­ge­bühren ver­ur­sa­che hohe Kos­ten. Die in Aus­sicht ge­stellte Pau­schale rei­che nicht aus, in Wunstorf würde es ein Mi­nus von 270.000 Euro ge­ben. Der Bür­ger­meis­ter mahnte auch zu viele Zeit­ver­träge in der Wis­sen­schaft an, da­durch sei keine Fa­mi­li­en­pla­nung mög­lich. Auch bot Eber­hardt dem Mi­nis­ter Woh­nun­gen für Stu­den­ten in der Con­tai­ne­r­an­lage Großen­hei­dorn an, hier könn­ten 60 bis 70 Stu­den­ten un­ter­kom­men. Schließ­lich sollte Denk­mal­schutz mit Au­gen­maß durch­ge­führt wer­den und nicht so, dass die Bür­ger mit dem Kopf schüt­teln. Thüm­ler be­rich­tete ü­ber die Re­gie­rungs­bil­dung in Han­no­ver, es sei fair mit­ein­an­der um­ge­gan­gen wor­den, was vor­her, be­son­ders im Wahl­kampf ge­sche­hen ist, sei Ge­schich­te. Thüm­ler ging auf die Zeit­ver­träge der Wis­sen­schaft ein. Er will für eine Er­höhung der Grund­för­de­rung in den Hoch­schu­len Hil­des­heim, Os­na­brück und Vechta um 18 Mil­lio­nen Euro sor­gen. Zu­sätz­lich sol­len mehr Leh­rer aus­ge­bil­det und in Dau­er­ar­beits­ver­hält­nisse ü­ber­nom­men wer­den. Thüm­ler will sich eben­falls darum küm­mern, dass Stu­den­ten in Wunstorf und nicht in Han­no­ver woh­nen kön­nen. Hier in der Re­gion ließe es sich gut le­ben, auch der öf­fent­li­che Nah­ver­kehr in die Lan­des­haupt­stadt funk­tio­niere gut. Dass die Ki­tas der Re­gie­rung viel Geld kos­ten, räumte Thüm­ler ein. Es müsse nun Geld dafür in den Häu­sern der Re­gie­rung ein­ge­sam­melt wer­den. Das dürfte span­nend wer­den.

Der Mi­nis­ter machte dem Bür­ger­meis­ter aber keine große Hoff­nung, dass die Pau­schale noch er­höht wer­de. Al­ler­dings müsse der Land­tag letzt­lich die Ent­schei­dung tref­fen. Der Mi­nis­ter ging auf die Her­aus­for­de­run­gen sei­ner drei Ab­tei­lun­gen For­schung, Hoch­schu­len und Kul­tu­san­ge­le­gen­hei­ten ein. Be­son­de­rer Schwer­punkt sei die Di­gi­ta­li­sie­rung und ein schnel­les In­ter­net. Di­gi­tal sei nichts bö­ses, es müsste rich­tig vor­ge­stellt und den Bür­gern die Ängste ge­nom­men wer­den. Zum Ver­hält­nis der Bür­ger zur Po­li­tik sagte Thüm­ler, dass die Po­li­ti­ker ge­for­dert sei­en, nicht ü­ber­ein­an­der her­zu­fal­len, son­dern zu­zuhören und zu ver­su­chen ge­mein­same Lö­sun­gen zu fin­den. Fo­to: gi

vom 25.01.2018 | Ausgabe-Nr. 4A

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten