Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

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THW bei Großveranstaltungen und Hilfseinsätzen präsent

16495 Dienst- und 1336 Einsatzstunden: Auch Bundestagsabgeordneter Dr. Hendrik Hoppenstedt ist beeindruckt

WUNSTORF (gi). Es ist je­des Jahr be­ein­dru­ckend, wenn der Orts­be­auf­tragte des THW-Orts­ver­ban­des Wunstorf, Wolf­gang Wehr­hahn, sei­nen Jah­res­be­richt vor­trägt. Seine Worte wer­den be­glei­tet von vie­len Bil­dern und Sta­tis­ti­ken aus den Einsät­zen und an­de­ren Ver­an­stal­tun­gen. Vorab ein paar Zah­len: Das THW in Wunstorf (ist zu­stän­dig für die Städte Wunstorf, Neu­stadt und Garb­sen) leis­tete 16495 Dienst­stun­den, die von 23 Hel­fern er­bracht wur­den. Das ent­spricht ei­ner Zahl von 537,9 Stun­den je Hel­fer. Für die Einsätze wur­den 1336 Stun­den ge­leis­tet, im Jahr 2016 wa­ren es 1672 Stun­den. Der Orts­ver­band hat 53 ak­tive Hel­fer, da­von neun Frauen und 16 Jung­hel­fer so­wie eine Re­serve- und Al­ters­grup­pe. Auch wurde ein wei­te­res MLW4 in Dienst ge­stellt, der Un­i­mog ging nach 28 Jah­ren or­dent­li­cher Ar­beit in Ren­te. Zu den Einsät­zen gehörte un­ter an­de­rem die Un­ter­stüt­zung mit Be­leuch­tung und Strom­ver­sor­gung bei ei­ner Ver­kehrs­kon­troll­sta­tion des Po­li­zei­kom­missa­ria­tes Neu­stadt, die tech­ni­sche Hilfe bei ei­nem Rad­ren­nen in Gehr­den und beim Wunstor­fer Wirt­schafts­wo­chen­ende so­wie die Ü­ber­nahme ei­nes Trans­por­tes von meh­re­ren "­duf­ten­den" Pflänz­chen (Can­na­bis) für das Po­li­zei­kom­missa­riat Wunstorf zur Re­ser­va­ten­kam­mer nach Han­no­ver. Seit Jah­ren wer­den die Groß­ver­an­stal­tun­gen Han­no­ver Ma­ra­thon und Stein­hu­der Meer in Flam­men un­ter­stützt. Im Som­mer war der Ein­satz der Hel­fer beim Hoch­was­ser im Land­kreis Hil­des­heim ge­fragt. Und der Weg führte auch nach Ham­burg zum G20-Gip­fel. Dort wurde das THW um Amts­hilfe mit Be­leuch­tungs­ma­te­rial ge­be­ten. Eine "un­heim­li­che" Ak­ti­vität hätte die Ju­gend ent­wi­ckelt. Wehr­hahn be­dankte sich dafür beim Ju­gend­be­treu­er­team für den Ein­satz. Das THW baute auch den En­ten­ka­nal, auf dem die gel­ben Markt­kauf-En­ten während des Alt­stadt­fes­tes die Süd­straße ent­lang schwam­men. Alle 22 Hel­feran­wär­ter be­stan­den ihre Prü­fung, sie­ben wur­den in den ei­ge­nen Rei­hen als Hel­fer auf­ge­nom­men. Der Aus­blick für 2018: Auf­grund der im­mer schnel­ler wer­den­den Na­tur­ka­ta­stro­phen, Groß­scha­dens­la­gen und der ört­li­chen Ge­fah­ren­ab­wehr, wur­den die Ein­satz­struk­tu­ren ü­ber­prüft. Die ak­ti­ven Ein­hei­ten wer­den in ei­nem neuen Rah­men­kon­zept fest­ge­legt. Die zweite Ber­gungs­gruppe und die Fach­gruppe Be­leuch­tung wer­den weg­fal­len und dafür be­kommt der Orts­ver­band eine Fach­gruppe Tech­ni­sche Lo­gis­tik und eine Fach­gruppe Elek­tro, um die Kom­pe­tenz in der Ge­fah­ren­ab­wehr in Wunstorf zu er­höhen. "Ich bin be­ein­druckt von der großen Zahl der Ein­satz­stun­den und zolle Ih­nen großen Re­spek­t", sagte der Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Dr. Hen­drik Hop­pens­tedt. Es müsse wei­ter die Aus­rüs­tung und die Fahr­zeuge ver­bes­sert wer­den. Froh ist Hop­pens­tedt darü­ber, dass end­lich eine Lie­gen­schaft für ein neues Do­mi­zil ge­fun­den sei. Das Thema Ka­ta­stro­phen­schutz und Eh­ren­amt habe eine große Be­deu­tung ge­won­nen, sagte in sei­nen Grußwor­ten der stell­ver­tre­tende Bür­ger­meis­ter der Stadt Wunstorf, Axel Brock­mann. Ka­ta­stro­phen durch Um­welt­ein­flüsse wür­den im­mer mehr, auch sei in der Ge­sell­schaft das Be­wusst­sein ge­wach­sen, dass es ohne Eh­ren­amt nicht mehr ge­he. Die Stadt Wunstorf pro­fi­tiere da­von, dass das THW hier an­säs­sig sei. Be­ru­fen wur­den Bir­gitt Schle­gel, Co­lin Hinze und Jan-Hen­rik Schle­gel. Der Wan­der­po­kal für die meist ge­leis­te­ten Dienst­stun­den ei­nes Hel­fers geht an Mar­kus Misch mit 583 Stun­den. Ge­ehrt wur­den Rolf-To­bias Rich­ter und Mark Stei­nert für zehn­jäh­rige und Se­bas­tian Bi­schoff für 20-jäh­rige Mit­glied­schaft. 50 Jahre Mit­glied im THW-Orts­ver­band sind Karl-Heinz Bö­nig und Heinz-Gün­ter Timm, auf stolze 60 Jahre bringt es Pe­ter Ziech. Fo­to: gi

vom 03.02.2018 | Ausgabe-Nr. 5B

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