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AG Zukunft Bokelohs drängt zur Eile

Standort in der Stadtsparkasse ist ideal / Strukturanalyse soll mehr Klarheit über die Ladenverwirklichung bringen

BO­KELOH (gi). Gut be­sucht war die In­fo­ver­an­stal­tung der AG Zu­kunft Bo­kelohs, in der ü­ber die neueste Ent­wick­lung zum Dorfla­den be­rich­tet wur­de. Orts­bür­ger­meis­ter Matt­hias Wa­ter­stradt machte deut­lich, dass es wei­ter das Ziel sei, einen Dorfla­den ein­zu­rich­ten. Auch wenn sich bei der Fra­ge­bo­gen­ak­tion nur rund 20 Pro­zent der Bo­kelo­her dafür aus­ge­spro­chen hät­ten. Es soll ein Zei­chen ge­setzt und die Wei­chen für die nächs­ten 20 Jahre ge­stellt wer­den. Fa­vo­ri­siert wurde für einen Dorfla­den an­fangs das Feu­er­wehr­gerätehaus, das aber nach Rück­spra­che mit Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt aus meh­re­ren Grün­den nicht ge­eig­net sei. Eber­hardt brachte viel­mehr das Ge­bäude der Stadt­spar­kasse ins Spiel (siehe dazu ei­ge­ner Be­richt). Stadt­spar­kas­sen­vor­stand Frank Wieb­king war Gast der Ver­an­stal­tung und be­rich­tete ü­ber das neue Kon­zept, das Geld­in­sti­tut werde vor­aus­sicht­lich nur noch mit ei­nem Be­ra­ter prä­sent sein. Der Dorfla­den könne dann die nicht mehr benötig­ten Räume (circa 140 Qua­drat­me­ter) nut­zen. Die Stadt­spar­kasse werde sich bei der Um­set­zung ein­brin­gen, es könnte schon die­ses Jahr mit der Eröff­nung (1. Juli oder 1. De­zem­ber wäre nach Wieb­kings Wor­ten mög­lich) ei­nes Dorfla­dens los­ge­hen. Hans Schmun­kamp von der AG Zu­kunft Bo­kelohs geht da­von aus, dass sich der Dorfla­den tra­ge, er müsse keine Ge­winne er­zie­len. Ein Ge­winn seien die Re­gio­nal­pro­duk­te, viele Preise wür­den de­nen der Su­per­märkte ent­spre­chen. Ne­ben Fach­per­so­nal brauchte ein Dorfla­den die Un­ter­stüt­zung von eh­ren­amt­li­chen Kräf­ten. Be­den­ken, dass es nicht genü­gend Per­so­nal gä­be, wurde aus den Rei­hen der Zuhö­rer ver­neint. Als nächs­ter Schritt sei die Ein­ho­lung ei­ner Struk­tur­anal­ayse er­for­der­lich. Ein Fach­mann würde sie er­stel­len für rund 10.000 Eu­ro. Darin seien Da­ten ent­hal­ten ü­ber die Be­triebs­kos­ten, Um­satz­zah­len und ei­ni­ges mehr. Die Re­gion ü­ber­nehme 80 Pro­zent der Kos­ten, Schmun­kamp hofft, dass sich die Stadt mit ei­nem Teil an den Rest­kos­ten be­tei­li­ge. Erst wenn die Ana­lyse vor­lä­ge, könne wei­ter ü­ber die Ver­wirk­li­chung ei­nes Dorfla­dens und ü­ber die Ge­schäfts­form ge­spro­chen wer­den. Die AG Zu­kunft Bo­kelohs be­tont, dass die Ge­schäfts­leute im Dorf mit ein­be­zo­gen wer­den. "Wir se­hen das Pro­blem und müs­sen Lö­sun­gen fin­den", sagte Ma­rion No­wak. Dass die Wett­be­wer­ber mit­ge­nom­men wer­den müss­ten, wurde aus den Rei­hen der Be­su­cher ge­wünscht. Auch kam von dort der Ein­wand, dass es ja be­reits einen "­Dorfla­den"- zwar in ab­ge­speck­ter Form, mit zahl­rei­chen Grund­nah­rungs­mit­teln, Toto und Lot­to, Schreib­wa­ren und ei­nem Post­dienst gibt. Eine Kon­kur­renz durch einen neuen Dorfla­den könnte die Exis­tenz ge­fähr­den. Fo­to: gi

vom 08.02.2018 | Ausgabe-Nr. 6A

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