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TuS dreht an der Preisschraube

Wunstorfs größter Verein muss Beiträge anheben und Gebühren einführen

 

WUNSTORF (tau). Wunstorfs größter Ver­ein muss die Bei­träge er­höhen und führt außer­dem ein­ma­lige Auf­nah­me­ge­bühren ein. Die De­le­gier­ten des TuS Wunstorf be­schlos­sen auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am Don­ners­tag­abend mehr­heit­lich, die mo­nat­li­chen Mit­glieds­bei­träge für Er­wach­sene um rund 10 Pro­zent von bis­her 14,50 Euro auf 16 Euro zu er­höhen. Paare zah­len künf­tig 26 statt 22,50 Euro und Fa­mi­lien ab drei Per­so­nen 30 statt 25 Eu­ro, was ei­ner Zu­nahme von 20 Pro­zent ent­spricht. Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie junge Er­wach­sene in der Aus­bil­dung müs­sen einen Euro mehr und da­mit künf­tig 8,50 Euro pro Mo­nat zah­len. Die Bei­träge für pas­sive Mit­glie­der des TuS sin­ken da­ge­gen von bis­her 6 auf nun­mehr 5 Euro pro Mo­nat. Hin­ter­grund ist eine an­ge­spannte Haus­halts­lage des Ver­eins. Zwar konnte der TuS im ver­gan­ge­nen Jahr ü­ber­ra­schen­der­weise einen Ü­ber­schuss er­wirt­schaf­ten, wie Fach­be­reichs­lei­ter Fi­nan­zen An­dreas Kranz mit­teil­te, al­ler­dings han­dele es sich da­bei um einen Ein­mal­ef­fekt, da noch aus­ste­hende For­de­run­gen bei den Kran­ken­kas­sen ein­ge­trie­ben wer­den konn­ten. Wäre dies nicht ge­lun­gen, hätte es ein dickes Mi­nus in der Bi­lanz ge­ge­ben, so Kranz. Be­son­ders stark schla­gen Auf­wen­dun­gen für die Un­ter­hal­tung und den Er­halt der ver­eins­ei­ge­nen Sport­stät­ten zu Bu­che.

In­zwi­schen sei es so, dass ohne den lau­fen­den Sport­be­trieb zu berück­sich­ti­gen pro Mit­glied und Mo­nat 8 Euro feste Kos­ten ent­ste­hen, so der 1. Vor­sit­zende Mi­chael Schmidt. Eine vom Vor­stand ein­ge­setzte Ar­beits­gruppe kam da­her zu dem Er­geb­nis, dass ohne eine An­pas­sung der Bei­trä­ge, die Etats der Ab­tei­lun­gen für das Jahr 2018 um min­des­tens 25 Pro­zent gekürzt wer­den müss­ten, um einen aus­ge­gli­che­nen Haus­halt zu er­rei­chen. "Wir ge­hen im Au­gen­blick auf dem Zahn­fleisch", so Fi­nanz­chef Kranz, der, wie der ge­samte Vor­stand auch, die Auf­nahme von Dar­le­hen zur lau­fen­den Fi­nan­zie­rung des Sport­be­trie­bes ab­lehnt. Die Bei­trags­an­pas­sung diene auch da­zu, die lee­ren Rück­la­gen­kon­ten des Ver­eins wie­der auf­zu­fül­len, er­gänzte der 1. Vor­sit­zende Mi­chael Schmidt. Par­al­lel dazu be­schloss die De­le­gier­ten­ver­samm­lung mehr­heit­lich die Ein­führung von Auf­nah­me­ge­bühren. Für ein­zelne Neu­mit­glie­der wer­den dem­nach 20 Euro und für meh­rere Per­so­nen ei­ner Fa­mi­lien 30 Euro fäl­lig. Hin­ter­grund ist eine Häu­fung von Aus- und wie­der Ein­trit­ten in den Ver­ein. Vor al­lem in den Fe­rien wür­den Mit­glie­der häu­fig den Ver­ein ver­las­sen, um sich die Bei­träge zu spa­ren. Diese Vor­gänge führen nicht nur zu Ein­nah­me­aus­fäl­len, son­dern auch zu ei­nem er­heb­li­chen Ver­wal­tungs­mehr­auf­wand. Künf­tig wird die Buch­hal­tung die Bei­träge auch mo­nat­lich statt vier­tel­jähr­lich ein­zie­hen, um die Zahl der Rück­läu­fer zu mi­ni­mie­ren, die we­gen nicht ge­deck­ter Kon­ten ent­ste­hen. Al­les Wei­tere zur Mit­glie­der­ver­samm­lung le­sen Sie im In­nen­teil oder in ei­ner un­se­rer nächs­ten Aus­ga­ben. Fo­to: tau

vom 24.02.2018 | Ausgabe-Nr. 8B

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