Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

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Stellungnahme auf den Weg gebracht

Die Stadt formuliert drei Forderungen an das Eisenbahn-Bundesamt

WUNSTORF (tau). Der Bau­aus­schuss hat sich in die­ser Wo­che mit der Lär­mak­ti­ons­pla­nung des Ei­sen­bahn-Bun­des­am­tes be­schäf­tigt. Noch bis zum kom­men­den Mitt­wo­ch, den 7. März läuft die 2. Phase der Öf­fent­lich­keits­be­tei­li­gung. Die Stadt Wunstorf wird ge­genü­ber dem Ei­sen­bahn-Bun­des­amt eine Stel­lung­nahme ab­ge­ben. Sie enthält drei zen­trale For­de­run­gen. So müsse es eine schnel­lere Um­rüs­tung von Güter­wa­gen auf lär­marme Tech­nik ge­ben. Denn nach An­ga­ben der Lär­mak­ti­ons­pla­nung seien bis Ende De­zem­ber 2017 erst 37 Pro­zent der Güter­wag­g­ons um­gerüs­tet. Eine deut­li­che Lärm­min­de­rung trete aber erst ein, wenn ü­ber 70 Pro­zent der Güter­wa­gen die neue Tech­nik be­nut­zen. "­Die Um­rüs­tung muss be­schleu­nigt wer­den, zum Bei­spiel durch eine stär­kere Sprei­zung der Tras­sen­prei­se", heißt es in der Stel­lung­nahme der Stadt. Ein wei­te­rer Punkt ist die Lärm­sa­nie­rung, die in Wunstorf in den Jah­ren 2010 bis 2012 be­reits statt­ge­fun­den hat. Da­mals gab es einen so­ge­nann­ten Schie­nen­bo­nus von 5 dB(A). In den ak­tu­el­len Be­rech­nungs­ver­fah­ren gibt es kei­nen Schie­nen­bo­nus mehr. Da­durch sei der Lärm­pe­gel durch die Schiene in Wunstorf auch nach der Sa­nie­rung im­mer noch sehr hoch, schreibt die Stadt. Aus die­sem Grund sei eine wei­tere Lärm­sa­nie­rung er­for­der­lich.

Der Bahnü­ber­gang Lu­ther Weg taucht in der For­de­rungs­liste der Stadt eben­falls auf. Zwi­schen den Lärm­schutz­wän­den dringe der Lärm weit in die Wohn­ge­biete vor. "Für einen größe­ren Be­reich sind die Lärm­schutz­wände we­gen der Lü­cke am Bahnü­ber­gang da­mit prak­tisch wir­kungs­los", so die Stadt. Da­her plä­diert die Ver­wal­tung, auch mit Blick auf die mög­li­che Ent­wick­lung ei­nes Wohn­ge­bie­tes auf dem ehe­ma­li­gen Vion-Gelän­de, für eine höhenun­glei­che Lö­sung. Im Rah­men der Phase 1 der Öf­fent­lich­keits­be­tei­li­gung ha­ben sich 367 Wunstor­fer be­tei­ligt. Da­von fühl­ten sich 302 durch Schie­nen­lärm stark und 57 mit­tel so­wie 5 ge­ring bis gar nicht ge­stört. Als Haupt­lärm­quel­len wur­den vor al­lem Fahr- und Brems­geräu­sche so­wie ein Kur­ven­quiet­schen ge­nannt, sel­te­ner da­ge­gen Schie­nen­stoß­geräu­sche, Brü­cken­dröh­nen, Warn­si­gnale und an­dere Lärm­quel­len. Fo­to: tau

vom 03.03.2018 | Ausgabe-Nr. 9B

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