Rund 180 Mitarbeiter der Kindertagesstätten im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf haben sich in Neustadt mit Gesundheit, Inklusion und den Herausforderungen ihres Arbeitsalltags beschäftigt. Beim Fachtag in der Johannesgemeinde und der Johanneskita ging es nicht nur um neue fachliche Impulse, sondern auch um den Austausch untereinander. Achtsamkeit, Autismus, Rassismus, schwierige Elterngespräche oder der Umgang mit rechtsextremen Positionen: Der Kita-Alltag verlangt Mitarbeitern heute weit mehr ab als pädagogisches Fachwissen. Genau diese Themen griff der Fachtag der Kindertagesstätten des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf auf. „Wir freuen uns über die gute Beteiligung, gute Referenten und einen Tag, an dem der Austausch auch untereinander ein wichtiges Thema war“, sagte Ann-Katrin Fischer, Fachberaterin für Kindertagesstätten im Kirchenkreis.
Zu der Veranstaltung in der Johannesgemeinde und der Johanneskita kamen rund 180 Mitarbeiter zusammen. Eingeladen waren ausdrücklich alle Berufsgruppen in den Einrichtungen, von pädagogischen Fachkräften bis zu Mitarbeitern aus Küche und Reinigung. Viele Themen des Tages entstanden unmittelbar aus dem Arbeitsalltag. Wünsche und Rückmeldungen aus der psychischen Gefährdungsbeurteilung der Mitarbeiter flossen in die Planung ein. Den Auftakt gestaltete die Psychologin Anja Ilnicki in Kooperation mit der Pronova BKK. Sie sprach über Achtsamkeit und Selbstmitgefühl und verband ihren Vortrag mit kleinen Meditationen und Übungen. So blieb das Thema nicht abstrakt, sondern konnte direkt praktisch erprobt werden. Anschließend setzten die Teilnehmer die Arbeit in Workshops fort. Die Themen reichten von Entspannungstechniken für Fachkräfte und Kinder über Autismus und Adultismus bis hin zu vorurteilsbewusster Erziehung.
Weitere Angebote beschäftigten sich mit der Frage, wie mit Kindern über Rassismus gesprochen werden kann und welche Argumentationsstrategien im Umgang mit Rechtsextremismus hilfreich sind. Auch leichtere Zugänge hatten ihren Platz: Thomas Rupf nahm unterschiedliche Elterntypen humorvoll unter die Lupe. Bei einem „Walk and Talk“ konnten Teilnehmer Gedanken aus dem Auftaktvortrag vertiefen. Diakonin Anika Schneider lud unter dem Titel „Wunderbar geheilt?!“ zu einem Blick auf ausgewählte Bibelstellen ein.
Zum Fachtag gehörte auch die Ehrung langjähriger Mitarbeiter. Einen besonderen Applaus erhielt Elke Schwalbe aus der Johanneskita: Sie wurde für 40 Jahre Tätigkeit ausgezeichnet. Ein großer Teil der Referenten wurde durch die Region Hannover gefördert. Für das gemeinsame Mittagessen sorgte die Fleischerei Ludowig aus Wunstorf. Zahlreiche Helfer trugen dazu bei, dass der Fachtag für rund 180 Teilnehmer möglich wurde.