Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

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Chor "Wunstorfer Doppelquartett" erhält den Ortspreis 2008

 

WUNSTORF (so­wi). Seit ges­tern zählt der Män­ner­chor "Wun­stor­fer Dop­pel­quar­tet­t" zu der großen Fa­mi­lie der Orts­preisträ­ger. SPD-Orts­rats­frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Hein­rich Scha­per sprach dem Män­ner­chor im An­schluss an die letzte öf­fent­li­che Orts­rats­sit­zung in die­sem Jahr die Eh­rung aus und ü­ber­reichte dem Vor­sit­zen­den Leo Shou­ten und dem mu­si­ka­li­schen Lei­ter Ul­rich Beh­ler die Ur­kunde und Pla­ket­te. Seit der ers­ten Orts­preis­ver­lei­hung im Jahre 1983 wur­den 70 Ein­woh­ner, Ehe­paa­re, In­sti­tu­tio­nen und Ver­ei­ni­gun­gen, die sich in be­son­de­rer Weise durch eh­ren­amt­li­che Tätig­keit, so­zia­les En­ga­ge­ment, in der Ju­gend­ar­beit und Nach­wuchs­för­de­rung, für das Wunstor­fer Stadt­bild und für die po­si­tive Außen­dar­stel­lung der Stadt ein­ge­setzt und ver­dient ge­macht ha­ben, mit dem Preis des Wunstor­fer Orts­ra­tes aus­ge­zeich­net. "­Mit die­ser An­er­ken­nung wird der Ein­satz des Män­ner­cho­res für ihre Ver­bun­den­heit zu den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die­ser Stadt und der da­mit ver­bun­de­nen Stär­kung des ‚Wir Ge­fühls‘ ge­wür­digt und wir wün­schen uns, dass der Orts­preis dazu mo­ti­viert, dass Sie in Ih­rem En­ga­ge­ment nicht nach­las­sen", sagte Hein­rich Scha­per. Das Wunstor­fer Dop­pel­quar­tett mit sei­nen ak­ti­ven Sän­gern (h­in­tere Reihe v. li.): Her­bert Fahns­ter, Man­fred Jäkel, Gerd Wil­ke­ning, Hart­mut Beiße, Al­bert Meu­er, Pe­ter Becker, Jo­chen Mäh­ling; (vor­dere Reihe v. li.): Wolf­gang Gerdts, Bernd Wag­ner, Fritz Arndt, Chor­lei­ter Ul­rich Beh­ler, Franz Kraus, Wer­ner Alt und Vor­sit­zen­der Leo Schou­ten.

Die Ge­burts­stunde des Wunstor­fer Dop­pel­quar­tetts war 1923 an­läß­lich ei­nes Fes­tes im Bür­ger­park, als sich acht san­ges­freu­dige Män­ner für die mu­si­ka­li­sche Um­rah­mung der Ver­an­stal­tung zu­sam­men­fan­den. Das Ver­eins­ver­bot der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten 1933 un­ter­brach die hoff­nungs­volle Zu­kunft des jun­gen Cho­res.Erst nach 1945 wur­den die Ver­eine in und um Wunstorf wie­der ak­tiv. Die San­ges­brü­der des Dop­pel­quar­tetts tra­fen sich wie­der re­gel­mäßig. Es ist Him­mel­fahrt, Va­ter­tag 1948. Hoch auf ei­nem von Pfer­den ge­zo­ge­nen Acker­wa­gen saßen die San­ges­brü­der und zo­gen ü­ber die Dör­fer. An den klei­nen Dorf­knei­pen auf der Stre­cke wurde ge­hal­ten und ein Ständ­chen ge­sun­gen. Als klei­nes Dan­ke­schön gab es hier und da feste oder flüs­sige Stof­fe. Die­ser Aus­flug ü­ber die Grenze nach Schaum­burg Lippe gab den An­stoß, wei­tere Auf­tritte im Um­land zu pla­nen und der tra­di­tio­nelle Aus­flug zu Va­ter­tag blieb bis heute er­hal­ten; al­ler­dings nicht zu Pferd, son­dern zu Fuß. Eine be­son­dere Ära war die Zeit mit Al­bert Mühlens­tedt als Mu­sik­leh­rer, der bis zu sei­nem mu­si­ka­li­schen Ru­he­stand 1979/80 mit Dis­zi­plin und außer­or­dent­li­chem Sach­ver­stand das Dop­pel­quar­tett zu ei­ner ü­ber Wunstorfs Gren­zen hin­aus be­kann­ten Größe ent­wi­ckel­te. Im Ok­to­ber 1980 konnte der Kir­chen­mu­si­ker Ul­rich Beh­ler als Chor­lei­ter ge­won­nen wer­den.

­Kul­tu­relle Be­deu­tung er­langte das Dop­pel­quar­tett durch er­folg­rei­che Kon­zerte im Haus der nie­der­säch­si­schen Lan­des­re­gie­rung in Ber­lin, meh­rere Auf­tritte beim in­ter­na­tio­na­len Eu­ro­pa­tag in Düs­sel­dorf so­wie Ein­la­dun­gen zum Sin­gen in Augs­burg und Mün­chen.

Die Teil­nahme am Deutsch/­Ka­na­di­schen Sän­ger­fes­ti­val in Stadt­ha­gen fes­tig­ten den Ruhm die­ses Cho­res weit ü­ber Wunstorf und Nie­der­sach­sen hin­aus. Die Ge­stal­tung der all­jähr­li­chen Weih­nachts­kon­zerte in der Stadt­kir­che sind ein Oh­ren­schmaus für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus nah und fern. Der ab­so­lute Höhe­punkt des Jah­res ist das jähr­li­che Chor­fes­ti­val im Rat­hausin­nen­hof mit be­freun­de­ten Chören.

Zum Wunstor­fer Dop­pel­quar­tett zählen die Sän­ger Wer­ner Alt, Fritz Ard­nt, Pe­ter Becker, Hart­mut Beiße, Pe­ter Bu­dich, Her­bert Fahns­ter, Wolf­gang Gerdts, Man­fred Jäkel, Franz Kraus, Joa­chen Mäh­ling, Al­bert Meu­er, Leo Schou­ten, Bernd Wag­ner und Gerd Wil­ke­ning. Fo­to: p.

vom 06.12.2008 | Ausgabe-Nr. 49B

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