Die französische Partnerstadt Doudeville hat sich auf der Landesgartenschau (LaGa) präsentiert und zahlreiche Besuchende begeistert. Vor zwei Jahren hatten Bürgermeisterin Marlies Matthias und Stadtdirektor Mike Schmidt die Partnerstadt offiziell eingeladen, sich auf der LaGa vorzustellen. Jetzt nahm eine Delegation die Einladung zum Anlass, die Besonderheiten der selbsternannten „Hauptstadt des Leinen“ vorzustellen.
So haben Séverine Ledain und Grégoire Ledain eindrucksvoll gezeigt wie man auf traditionelle Weise den Flachs schwingt und hechelt, um so feine Langfasern zu erhalten, die man nach dem Reinigen Spinnen und schließlich verweben kann.
Den begeisterten Zuschauern konnten Emeric Gemey und Céline Roussel in herzlichen Gesprächen erklären, dass ihre Heimat in der Normandie eine touristisch besonders reizvolle Gegend und zugleich eine besonders ausgeprägte Anbauregion für Leinen und dessen Weiterverarbeitung ist.
Das haben Thibaud Raulic und Laurence Corbel durch frisch zubereitete Kostproben einer Art Armer Ritter mit karamellisierten Äpfeln in Calvados und Leinsamen unterstrichen.
Schließlich sorgten Jérémy Halavant und Frédéric André dafür, dass die Besuchenden der LaGa mit einer kleinen Erinnerung in Form von touristischen Broschüren über die Region rund um Doudeville und einer Tüte mit Leinsamen und Flachsfasern aus Frankreich nach Hause gehen konnten.
Sowohl die Franzosen als auch ihre deutschen Gastgeber um die Organisatoren Angelika Zeuschner (Deutsch-Französische Gesellschaft), Silke Engelking (VfL Bad Nenndorf) und Ralph Tegtmeier (Partnerschaftsausschuss der Stadt Bad Nenndorf) waren hoch erfreut über den Zuspruch der LaGa-Besucher am Stand der Stadt der Doudeville.
Bürgermeisterin Marlies Matthias gab für die Gäste einen kleinen Empfang, bei dem sie die langjährige, über 50-jährige Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland und im Besonderen zwischen Doudeville und Bad Nenndorf hervorhob, die auch zu zahlreichen Freundschaften zwischen Deutschen und Franzosen geführt hat.
Ein gutes Beispiel für die Verständigung in einem geeinten Europa war das gemeinsame Singen deutscher und französischer Lieder in geselliger Runde im Anschluss an den Empfang.