„Die Landesgartenschau in Bad Nenndorf ist jetzt Geschichte“, so hört man es hier und da – und ist gleichzeitig gespannt darauf, wie es mit den Parkanlagen weitergeht. Auch für den Förderverein Landesgartenschau Bad Nenndorf e.V. ist die Landesgartenschau vorbei, aber der Verein geht aktiv und mit viel Schwung aus dem Erleben der großen Landesschau in eine Zukunft für Bad Nenndorf. Daran besteht für die Vorsitzende Marion Krämer kein Zweifel, wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich machte.
In einer Versammlung in der neu gestalteten und bewirtschafteten „Liegehalle“ wurden mögliche Zielsetzungen besprochen und konkretisiert. Demnach wird es keine Namensänderung für den Verein geben.
„Diese Überlegung gab es öfter, weil wir ja sehr viele Projekte angezettelt haben, die auch außerhalb des Geländes wirksam sind. Und weil wir auch gesagt haben, wir machen alles nachhaltig und nicht nur für die Landesgartenschau. Und insofern, glaube ich, sind wir mit unseren 260 Mitgliedern auf einem guten Weg.“
Einen kleinen personellen Wechsel wird es geben, da sich die bisherige Geschäftsführerin beruflich verändert hat. „Ansonsten ist die ganze Mannschaft, ein tolles Team, noch dabei“, zeigt sich die Vorsitzende begeistert.
Was die Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau gGmbH betrifft, sei der Anfang durch wechselseitigen Respekt geprägt, „mit Unterstützung dort, wo man sich das gegenseitig ermöglicht hat. Wir haben aber auch ein Stück weit parallel gearbeitet, etwa der Förderverein mit seinen eigenen Projekten. Viele von unseren Mitgliedern waren auch im Ehrenamtsteam der Schau gewesen. Das hat sich gut ergänzt.“
Und die eigens mit Vereinsmitgliedern und unter Mitwirkung von Aktiven der Museumsinsel Rodenberg gestalteten Figuren „Die Badenden“ erhielten letztlich auch den gewünschten Standort auf der Gartenschau.
Krämer: „Da möchte ich mich besonders bei Annette Stang und dem Bauamt bedanken, die uns dann in einer ganz spontanen, sehr schnellen Aktion geholfen haben.“ Relativ früh wurden zwei Figuren zerstört. „Die konnten wir mit Hilfe von Ehrenamtlichen reparieren, bevor sie ihren Platz am Teich der Liegehalle erhielten. Nach unserem Wunsch sollten sie dort auch noch stehen bleiben. Sie sind sicherlich auch weiterhin ein beliebtes Fotomotiv.“
Mit den den bepflanzten Moorbadewannen begann die aktive Vorbereitung und Förderung des Vereins für die Landesgartenschau. Jetzt wird nach zukünftigen Standorten für die Moorbadewannen Ausschau gehalten.
Zunächst stehe für die Zukunft vor allem die Fortführung der eigenen Projekte an, „wie unser Bürgergarten, unser Herzensprojekt, ein Ort, wo sich 40 Menschen treffen, die eine Leidenschaft teilen: miteinander zu gärtnern und miteinander zu feiern.“ Im kommenden Jahr werde es darüber hinaus wieder mehr Informationsveranstaltungen zu Themen geben, „die alles umfassen, was man so rund ums Gärtnern machen kann“. Der Bürgergarten werde sicherlich ein sehr schöner Ort bleiben. Krämer: „Dann haben wir weiterhin das Thema der Neuanlage der Süntelbuchenallee 2.0.“
Hierbei gehe es aktuell um die Klärung der Frage, wie es gezielt weitergeführt werden kann – vielleicht auch mit Baumpatenschaften. Denn 38 Süntelbuchen wurden bereits durch den Verein neu angepflanzt. „Wir haben noch viele Setzlinge, die wir vor drei Jahren genommen haben. Die päppeln wir gerade in kleinen Töpfchen auf, sie sind bereits zwischen 60 und 70 Zentimeter groß.“
Nach Möglichkeit möchte der Förderverein auch das „White Dinner“ im Kurpark weiterhin anbieten. Auch der mit einem neuen Brückenzugang erschlossene Erlengrund sei im Blick. „Ich persönlich habe dazu eine Vision: Man kommt vom Bahnhof, sieht schon unsere erste Moorbadewanne, dann folgt man unserem weiteren Projekt, dem gestalteten Planetenweg, vorbei an den Bürgergärten, bis man den Krater erreicht, der seine Geschichte mit Beschilderung anschaulich erzählt, um dann über die neue Süntelbuchenallee zu schlendern. Da können wir noch einiges mitgestalten.“
Es gebe sehr viele weitere Ideen und konkrete Vorschläge, die im Einzelnen besprochen werden. „Wir hatten dazu eine Abfrage bei unseren Mitgliedern durchgeführt: Was erwarten Sie? Wie soll es weitergehen? Rund 30 Antworten kamen per E-Mail, mit unendlich vielen Vorschlägen. Da ist wirklich alles dabei – aber es braucht immer die Menschen, die es tun.“ Und darauf setzt sie, dass es auch in Zukunft gelingen wird, diese zu finden.