Die Stadtfeuerwehr hat am Donnerstag einen umfangreichen Gefahrguteinsatz im Gewerbegebiet Süd geübt. Um 17.16 Uhr wurden die beteiligten Einheiten zu einem angenommenen Unfall mit einem Gabelstapler alarmiert, bei dem verschiedene Gefahrstoffe ausgetreten waren. Das Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Bei Verladearbeiten war ein Gabelstapler verunglückt, wodurch mehrere Gefahrstoffe freigesetzt wurden. Unter den fiktiv ausgetretenen Stoffen befand sich auch 96-prozentiges Ethanol. Zudem mussten drei Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.
Zur Bewältigung der Lage gingen mehrere Trupps unter Chemikalienschutzanzügen vor. Diese spezielle Schutzkleidung ermöglicht den Einsatzkräften das Arbeiten in Bereichen, in denen gefährliche Stoffe eine besondere Gefahr darstellen. Parallel dazu richteten die Kräfte eine Dekontaminationsstelle ein. Dort konnten die eingesetzten Feuerwehrleute und ihre Ausrüstung nach dem Einsatz im Gefahrenbereich gereinigt werden. Zur Erkundung und besseren Einschätzung der Lage kam außerdem die Drohne der Feuerwehr zum Einsatz. Sie unterstützte die Einsatzleitung dabei, sich einen Überblick über die Einsatzstelle zu verschaffen und die weiteren Maßnahmen zu koordinieren.
An der Übung beteiligten sich die Ortsfeuerwehr Luthe, die Einsatzleitung Ort, der Gefahrgutzug sowie die Werkfeuerwehr K+S. Auch der Rettungsdienst war eingebunden. Insgesamt nahmen rund 70 Feuerwehrkräfte an der Übung teil. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten bei einem komplexen Gefahrguteinsatz zu trainieren. Dabei standen insbesondere die Menschenrettung, die Gefahrenabwehr und die Dekontamination im Mittelpunkt. Die gemeinsame Ausbildung soll die Einsatzkräfte auf anspruchsvolle Einsatzlagen vorbereiten und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen weiter verbessern.