Rodenberg hat mit Thimo Beier einen neuen Pastor | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Rodenberg hat mit Thimo Beier einen neuen Pastor

„Rodenberg hat einen neuen Pastor: Thimo Beier, eingeführt durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer. (Foto: gk)
„Rodenberg hat einen neuen Pastor: Thimo Beier, eingeführt durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer. (Foto: gk)
„Rodenberg hat einen neuen Pastor: Thimo Beier, eingeführt durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer. (Foto: gk)
„Rodenberg hat einen neuen Pastor: Thimo Beier, eingeführt durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer. (Foto: gk)
„Rodenberg hat einen neuen Pastor: Thimo Beier, eingeführt durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer. (Foto: gk)

Die Blicke zweier Figuren in der Rodenberger Kirche – der mütterliche, beschützende Blick der Marienfigur und der Blick vom Kreuz mit den Erfahrungen der Aufopferung – schienen ganz auf das Geschehen im Altarraum ausgerichtet zu sein, als Thimo Beier durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer innerhalb eines Gemeindegottesdienstes offiziell als neuer Pastor von Rodenberg in sein Amt eingeführt wurde.

Gleichzeitig wurden seine verbindlichen Rechte und Pflichten benannt: die Rechte zur freien Wortverkündigung (Predigtamt) und zur Verwaltung der Sakramente wie die eigenständige Spendung der Taufe und die Leitung des Abendmahls.

Dazu gehören außerdem die Seelsorge und das Beichtgeheimnis, was die unverbrüchliche Schweigepflicht für alle in der Seelsorge anvertrauten Anliegen einschließt.

Die Regionalbischöfin wies in ihrer Ansprache auf den langen Ausbildungsweg von Thimo Beier hin, der mit der Ordination sein Ziel findet: „Sie haben viel dafür getan, lieber Thimo Beier, um der Stimme zu folgen, die Sie in den Pfarrberuf rief. Zu Gottes Ruf kommt heute ein anderer Ruf hinzu: Die Kirche beruft Sie in das Amt der öffentlichen Verkündigung. Sie sollen Gott und den Menschen dienen.“

Er habe den Ruf gehört – „aber richtig deutlich erst, als Sie sich eigentlich schon auf einen anderen Weg gemacht hatten. Ihr Interesse an Geschichte zog Sie nach dem Abitur zunächst hin zu einem Lehramtsstudium in Paderborn, für das Sie neben Geschichte als zweites Fach Evangelische Religion wählten“, schilderte die Regionalbischöfin.

Es zog ihn hinein in die Religionspädagogik, „die Sie vom ersten Semester an für sich einnahm und die schnell wichtiger wurde als das Geschichtsstudium“. „Warum wirst du kein Pfarrer?“, sei er im dritten Semester gefragt worden. Daraufhin habe er den Wechsel zum Theologiestudium von Paderborn nach Münster gewagt. „Zum Glück!“, rief Schiermeyer, bevor sie nach der Handauflegung und Sendung den neuen Pastor vor die Gemeinde stellte und voller Freude ausrief: „Rodenberg hat einen Pastor!“

Wie sehnlichst das von der Gemeinde in der gefüllten Kirche erwartet wurde, konnte nicht anschaulicher als durch ihren unmittelbar anschließenden, kräftigen Beifall – verbunden mit lauten Jubelrufen – zum Ausdruck gebracht werden.

Die Ordination mit Gebet und Auflegen der Hände erfolgte, angeführt durch die Regionalbischöfin, gemeinsam mit Till Weinhold, einem sehr guten Freund aus der Paderborner Studienzeit, seinem Mentor Frank Erichsmeier, Pastor in Detmold in der Lippischen Landeskirche, dem Rodenberger Kirchenvorsteher Lutz Müller sowie Superintendent Christian Schefe als Vertreter der Dienstgemeinschaft im Kirchenkreis.

Verbunden mit klaren Gewichtungen seiner Tätigkeit sandte die Regionalbischöfin den neuen Pastor in seinen Dienst: „Glaube ist keine Privatsache, wenn es um das Ganze der Liebe geht. Glaube ist keine Notlösung, wenn unser Verstand nicht weiterkann oder unsere Kraft versiegt. Der Glaube gehört mitten ins Leben – in den Beruf, in das Ringen in der Politik, in das Miteinander in Familien und Vereinen. Was braucht es für die Menschen hier in Rodenberg am Sonntag und im Alltag?“ Das war es, was auch die Blicke der Kirchenfiguren beständig veranschaulichen können.

Mit überzeugender Kraft fügte sie hinzu: „Sie werden miteinander entdecken und entwickeln, wie Sie hier vor Ort Kirche Gottes für die Menschen sein werden – in der Aufnahme kostbarer Traditionen und erprobter Angebote sowie im neuen Suchen und Fragen.“


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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