Es war eine besonders erfolgreiche Veranstaltung, der „Tag des offenen Hofes“, Niedersachsen, auf dem Hof der Familie Lattwesen in Hohnhorst. Bereits vor der offiziellen Eröffnung füllte sich der Parkplatzbereich mit PKW und Fahrrädern.
Aus dem nahen und weiten Umkreis reisten Interessenten, Jung und Alt, nach Hohnhorst, um aus nächster Nähe und vom Landwirt persönlich, die täglichen Abläufe und Notwendigkeiten auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu erfahren und zu entdecken. Am Ende zählten die Organisatoren rund 6.000 Besucher.
„Ich bin überwältigt vom Ansturm und vom großen Interesse der Besucher“, erklärte Cord Lattwesen gegenüber dieser Zeitung. Bereits am Gottesdienst, zu Beginn der Veranstaltung, nahmen weit über 200 Personen teil, bevor im Anschluss die Landfrauen den Raum im Handumdrehen als große Kaffeetafel herrichteten und ebenso schnell die vielen Besucher vor der Speisen- und Kuchenauslage empfangen konnten.
Cord Lattwesen, der Eigentümer des Hofes und Vollblutlandwirt, wurde immer wieder angesprochen, um von ihm Antworten auf Fragen zu erhalten, die die Verbraucher sonst nicht „so glaubhaft“ erfahren könnte, wie ein Gast sagte.
Lattwesen führte immer wieder viele Besucher in Gruppen über den Hof, durch die Stallungen und Melkanlagen, sowie zur Biogasanlage, um an Ort und Stelle das tägliche Geschehen auf seinem Hof mit Milch- und Viehwirtschaft den Gästen näherzubringen.
Da er das Fachwissen nicht trocken referierte, sondern sehr anschaulich, engagiert und mit Humor vermittelte, blieben die Besucher auch nach einstündiger Führung ganz an seinen Lippen hängen, um noch mehr zu erfahren.
Viele Fragen wurden gestellt – und selbstverständlich bei den Rundgängen und an den zahlreichen Fachständen verschiedener Organisationen beantwortet. Aufmerksamkeit und Diskussionen löste auch der Informationsstand „Junglandwirte“ aus. Viele staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass der landwirtschaftliche Nachwuchs etwa mit gut zwanzig Jahren auch Höfe verantwortlich übernimmt.
Auch Familien mit Kindern wurde viel geboten, sowohl im Spiel-, Kreativ- und Tierbereich. So lernten Kinder, dass die gelben Ballen kein Gras, sondern Strohballen sind, und warum die Jungtiere gesondert von den Muttertieren gehalten werden. Streicheln war selbstverständlich ebenso erlaubt.
Die Informationen über das Landwirtschaftsleben, die hautnahe Berührung mit Tieren und die Vermittlung von Technik- und Futtervoraussetzungen kamen kann. „Das könnte man öfters veranstalten“, war nur eine begeisterte Stimme beim Stalldurchgang.
Klares Resümee des Tages: Die vielen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Eine Wiederholung in Abständen macht Sinn.