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"Wird der A400M der neue Engel der Lüfte?"

Neujahrsempfang auf dem Fliegerhorst / Erster humanitärer Hilfseinsatz in der Karibik mit Bravour absolviert

WUNSTORF (gi). "­Man­che Auf­ga­ben brau­chen ihre Zeit, die Ein­führung ei­nes neuen Flug­zeu­ges bei gleich­zei­ti­gem Ü­ber­sprin­gen meh­re­rer tech­ni­scher Ge­ne­ra­tio­nen ist nicht tri­vial", sagte Stand­ortäl­tes­ter und Kom­mo­dore des Luft­trans­port­ge­schwa­ders (LTG) 62, Oberst Lud­ger Bette auf dem Neu­jahrs­emp­fang des Flie­ger­hors­tes vor rund 500 Gäs­ten ein­sch­ließ­lich zahl­rei­cher Sol­da­ten. Es sehe al­les so leicht aus, viel un­sicht­ba­rer Auf­wand und harte Ar­beit seien nötig. Auf dem Flie­ger­horst werde tag­täg­lich sehr in­ten­siv für best­mög­li­che, op­ti­male Er­geb­nisse ge­ar­bei­tet. "­Selbst wenn wir nicht im­mer alle Ziele er­rei­chen, so bin ich mir si­cher – die Rich­tung stimmt. Viel funk­tio­niert ohne Pro­bleme oder Auf­re­gung, ohne dass die Me­dien darü­ber be­rich­ten", fuhr der Oberst fort. Im Juni hatte die Bun­des­re­gie­rung be­schlos­sen, das deut­sche Ein­satz­kon­tin­gent der Bun­des­wehr aus der Tür­kei ab­zu­zie­hen und nach Jor­da­nien zu ver­le­gen. Der Ab­zug der deut­schen Sol­da­ten hatte auch un­mit­tel­bare Fol­gen für die Auf­trags­lage des LTG. Wöchent­lich wurde das Bun­des­wehr­kon­tin­gent in Al-As­rak, Jor­da­nien mit dem A400M un­ter­stützt. Par­al­lel dazu wurde wei­ter­hin in die Ein­satz­ge­biete der Bun­des­wehr vor al­lem nach Ma­li, in das Bal­ti­kum und in den Ko­sovo ge­flo­gen. "­Mit den Flü­gen in die Kri­sen­re­gion der nörd­li­chen Ka­ri­bik ha­ben wir un­se­ren ers­ten hu­ma­nitären Hilf­sein­satz mit dem Air­bus A400M mit Bra­vour ab­sol­vier­t", be­rich­tete Bet­te. In­ner­halb we­ni­ger Wo­chen wur­den mit bis zu drei A400M nicht nur die benötig­ten Hilfs­güter auf die von den Wir­belstür­men zer­stör­ten In­seln der Ka­ri­bik trans­por­tiert, son­dern auch zahl­rei­che Bür­ger der EU in Si­cher­heit ge­bracht. Wird der A400M der neue "En­gel der Lüf­te", fragte Bet­te. "Schauen Sie in die Ge­sich­ter, der in Si­cher­heit ge­brach­ten Men­schen und Sie wer­den die Ant­wort fin­den." Der Oberst kam zu dem Er­geb­nis, dass 2017 ein Jahr des Auf­baus und des Ü­ber­gangs, ein Jahr auf dem auf­ge­baut wer­den kön­ne, ge­we­sen ist. Für die­ses Jahr werde der "­Tag der Bun­des­wehr" am 9. Juni die zen­trale Ver­an­stal­tung wer­den. "Wir er­war­ten 60.000 Be­su­cher", hofft Bet­te. Diese Groß­ver­an­stal­tung werde ei­nem großen öf­fent­li­chen Pu­bli­kum die Mög­lich­keit bie­ten, die Bun­des­wehr, die Luft­waffe und da­mit auch mi­litäri­schen Flug­be­trieb, haut­nah mit­zu­er­le­ben. Die Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten im Of­fi­ziers­heim schei­nen im Zeit­plan zu sein. Zur Er­in­ne­rung an die Ber­li­ner Luft­brü­cke wurde durch Ge­ne­ral Rein­hart Hop­pe, den da­ma­li­gen Kom­mo­dore des LTG 62, ein Ge­denk­stein hier im Flie­ger­horst auf­ge­stellt. Er stehe ak­tu­ell vor dem Be­su­cher­zen­trum. Die In­schrift lau­tet: "Ei­nig­keit und Recht und Frei­heit". Fo­to: gi

vom 18.01.2018 | Ausgabe-Nr. 3A

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