Wenn eine länger dauernde Baustelle auf einer Straße eingerichtet wird, dann wird eine großräumige Umleitung ausgeschildert. Das ist auch so geschehen wegen der Kanalbauarbeiten im Flecken Hagenburg. Wer Richtung Hagenburg/Winzlar/Rehburg fahren möchte, fährt über die U2, wer aus der Gegenrichtung kommt, nutzt die U1 (darüber haben wir bereits mehrfach berichtet). Wer aufmerksam unterwegs ist, kann diese Hinweise deutlich erkennen. Nun kann es aber auch vorkommen, dass es aufgrund der fortgeschrittenen Bauarbeiten zu Änderungen in der Verkehrsführung kommt. Das kann aktuell nachgesehen werden auf der Homepage der Samtgemeinde Sachsenhagen. Zusätzlich gibt es in Hagenburg hauptsächlich für die Einheimischen eine nicht ausgeschilderte „Umfahrung“.
Regelmäßig treffen sich die Verwaltung des Flecken, der Bauhof, der Wasserversorger, die Baufirma und die Polizei zur Beurteilung der Lage. „Wir haben festgestellt, dass sich leider nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten“, sagte Polizeihauptkommissar Holger Gaik von der Polizeistation Hagenburg. Es sind Straßen beschildert, auf denen Fahrzeuge nur bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen fahren dürfen. Doch einige Lkws mit einem darüber liegenden Gesamtgewicht ignorierten die Vorgaben. „Es hatten sich Lastwagen im Bereich der Steinhuder-Meer-Straße festgefahren, sie kamen an den Pollern nicht mehr vorbei“, sagte der Polizist. Außerdem wurden zahlreiche Verstöße gegen weitere Durchfahrtsverbote (Einbahnstraße/Verbot der Durchfahrt für alle Kfz.) festgestellt. Es habe schon umfangreiche Kontrollen mit gebührenpflichtigen Verwarnungen gegeben, die sollen auch künftig erfolgen.
Die Bauarbeiten auf der Schierstraße/Twegte werden voraussichtlich bis Ende August dauern, dann wird die Kreuzung wieder befahrbar sein. Die Bauarbeiten werden dann an anderer Stelle weitergeführt. In den Blickpunkt wird dann wieder die Schützenstraße treten, sie ist vorübergehend Vorfahrtstraße. „Ich rate zur gegenseitigen Rücksichtnahme, es sollte nicht auf die eigene Vorfahrt beharrt werden, damit das Unfallgeschehen soweit wie möglich minimiert wird und die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden“, so der Polizist.