Die diesjährige Agnes-Miegel Veranstaltung im März stand ganz im Zeichen der kommenden Landesgartenschau. Die Vorsitzende ,Literaturwissenschaftlerin Dr. Matianne Kopp hat aus dem großen Fundus der Ostpreußischen Dichterin das Thema „Blumen und Landschaft“ gewählt. Die Erzählung „Blume der Götter“ handelt von der Dahlie und Georgine. Die Dahlie brachte der Botaniker Andreas Dahl Ende des 18ten Jahrhunderts aus Mexico nach Europa. In der Erzählung träumt der Dichter Adelbert von Chamisso im Botanischen Garten von Berlin vor einem Dahlienblumenbeet von der Eroberung der Azteken und Vernichtung deren Kuluturstätten durch die Spanier und von Feldern blühender Blumen, den Dahlien. Beim Erwachen strahlten die ersten Blüten der Dahlie entgegen.
Eindrucksvoll rezitierte Annemete von Vogel abwechselnd mit Dr. Kopp Blumengedichte von Agnes Miegel. In dem Gedicht „An die Grafschaft Schaumburg“ schwärmt Miegel von „Feld und Wald im Sonnenscheine, Hügelwälder fern und blau, Land so schön geschmückt wie eine reiche, junge Rotrockfrau.“ Der Beitrag von Jörg Pekrul über die ehemalige Reichsstraße Nr.1 , eine uralte Handelssttraße mit Geschichte und Geschichten beinhaltete, dass Miegels Weg auch diese Straße gegangen ist. Pekrul konnte mit Fotos und Texten diesen Lebensweg verfolgen. Die zahlreichen Zuhörer zollten langanhaltenden Beifall. Die Miegel-Gesellschaft hofft noch auf einen freien LAGA-Termin für eine Lesung.