Ein 79-jähriger Bad Nenndorfer ist auf eine Betrugsmasche hereingefallen und hat dabei mehrere tausend Euro verloren. Der Senior erstattete am Donnerstag, den 12. März 2026, bei der Polizei Bad Nenndorf Anzeige.
Nach Angaben des Mannes erhielt er wenige Tage zuvor eine E-Mail, die ihn auf eine angeblich von ihm überwiesene vierstellige Summe hinwies. Weil das nicht stimmte, ignorierte er die Nachricht zunächst. Am Mittwoch rief ihn dann ein bislang unbekannter Mann an. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter des Geldinstituts aus und bezog sich auf die E-Mail. Er forderte den 79-Jährigen auf, sich ins Online-Banking einzuloggen, um den genannten Betrag zurückzubekommen.
Der Senior meldete sich an und bemerkte, dass sein Bildschirm kurzzeitig schwarz wurde. Der Anrufer fragte ihn außerdem nach weiteren Konten. Kurz darauf erschienen Freigabe-Anfragen auf dem Chipkartenlesegerät, die der 79-Jährige bestätigte – in der Annahme, er erhalte Geld zurück. Am Donnerstag stellte er fest, dass von seinen Konten Geldsummen in fünfstelliger Höhe abgebucht worden waren. Der Gesamtschaden liegt laut Polizei im unteren fünfstelligen Bereich.
Die Polizei ermittelt wegen Betrugs und rät zur Vorsicht. Wer einen solchen Anruf erhält, soll sofort auflegen und das Geldinstitut selbst zurückrufen – mit der selbst gewählten Telefonnummer. Außerdem warnt die Polizei davor, am Telefon Bank- oder persönliche Daten preiszugeben oder Freigabe-Anfragen zu bestätigen, die während eines Gesprächs mit Unbekannten entstehen. Regelmäßige Virenscans mit Antivirensoftware sollen zusätzlich helfen.
Wer den Verdacht hat, dass Unbekannte bereits Zugriff auf den Computer hatten oder Online-Banking-Freigaben erteilt wurden, soll umgehend das Geldinstitut informieren, gegebenenfalls Karten sperren lassen und Kontoauszüge prüfen. In dringenden Fällen lässt sich der Online-Banking-Zugang über den Sperr-Notruf 116 116 sperren.