Die Feuerwehr ist seit der Nacht von Sonntag auf Montag mit einem Großaufgebot auf dem ehemaligen Vion-Gelände im Bereich Luther Weg im Einsatz gewesen. Dort stand eine Lagerhalle in Brand. Rund 280 Einsatzkräfte aus sämtlichen Ortsfeuerwehren rückten gegen 0 Uhr aus, um das Feuer zu bekämpfen. Im Verlauf des Montags waren dann noch rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die ersten Meldungen über den Brand sollen demnach von Lokführern gekommen sein. Aufgrund der Lage wurden zahlreiche Fahrzeuge und Spezialkomponenten angefordert. Neben allen Tanklöschfahrzeugen der Stadtfeuerwehr waren auch der Wasserförderzug sowie die Einsatzleitung Ort (ELO) vor Ort. Zusätzliche Unterstützung kam aus den Nachbarstädten: Drehleitern aus Wunstorf, Neustadt und Garbsen waren im Einsatz. Auch die Bundeswehr unterstützte mit einem Z8-Fahrzeug. Die Ortsfeuerwehr Großenheidorn setzte zudem ihr Hochdruck-Schneidsystem „Cobra“ ein, um gezielt gegen den Brand vorzugehen.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner über Warn-Apps informiert. Die Feuerwehr forderte die Bevölkerung auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Einsatzkräfte arbeiteten intensiv an der Brandbekämpfung. Zunächst gestaltete sich die Wasserversorgung auf dem ehemaligen Industriegelände schwierig, da Hydranten und Wasserentnahmestellen mal intakt waren, dann wieder nicht. Da bekamen die Feuerwehrleute aber in den Griff. Um besser gegen den Brand im Innern des Gebäudes vorgehen zu können, entschieden sich die Einsatzkräfte für ein kontrolliertes Durchbrennen des Daches. Ein ortsansässiges Abrissunternehmen wurde am Montag laut Feuerwehrsprecher Ruven Rintelmann hinzugezogen, um Teile des Gebäudes kontrolliert abzureißen, damit diese nicht auf den Schornstein stürzen und diesen destabilisieren. Gegen Abend meldete die Feuerwehr schließlich, Feuer aus.
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