Ab Januar 2026 gelten in Deutschland verschärfte Regeln für die Mülltrennung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz. Außerdem gibt es sowohl neue Elektrogerätevorgaben als auch neue Batterievorgaben. Wie gut das alles funktioniert, kann man im Bereich der Wertstoffinsel an der Straße Bruchdamm in Steinhude sehen.
Auf gar keinen Fall gehören alte Elektrogeräte, Hausrat, Sondermüll oder Textilien in die Container der Wertstoffinseln oder daneben gestellt. Trotzdem kann man immer wieder beobachten, wie die Wertstoffinsel am Bruchdamm mit genau diesen Objekten vermüllt wird. Auch werden immer wieder gefüllte Papiersäcke und Pappkartons neben den Altpapiercontainern abgestellt. Nasses und verschmutztes Altpapier lässt sich aber nicht mehr recyceln. Folglich sind die Kartons zu zerkleinern und dann in die dafür vorgesehenen Container zu werfen. Dies geschieht alles in einem Bereich, der von Besuchern öfters zum kostenlosen Parken genutzt wird. Oft mit der Folge, dass der Platz so zugeparkt ist, dass man die Container nur noch schlecht erreichen kann. Dies wurde auch im Rahmen der Einwohnerfragestunde in der letzten Ortsratssitzung thematisiert, wobei auch eine fehlende Kontrolle durch das städtische Ordnungsamt kritisiert wurde.
Wer unsicher ist, wie Mülltrennung richtig funktioniert, erhält umfangreiche Informationen auf der Internetseite von aha. So sind ausgediente Elektrogeräte nicht einfach Elektroschrott, sondern enthalten wertvolle Rohstoffe. Bis zu einer Kantenlänge von 50 Zentimetern kann man ausgediente Geräte kostenlos auf allen Wertstoffhöfen abgeben. Größere Geräte dagegen nur auf ausgewählten Wertstoffhöfen. Bis zu einer Kantenlänge von 25 Zentimetern nehmen auch Händler, größere Elektrofachmärkte sowie größere Supermärkte und Discounter kostenlos und ohne Neukauf Altgeräte an. Bei einem Neukauf werden auch größere Geräte kostenlos angenommen. Seit dem 1. Juli kann man ausgediente E-Zigaretten kostenlos bei allen Verkaufsstellen abgeben. Auf gar keinen Fall dürfen sie in den Restmüll oder Gelben Sack.
Bioabfälle wie Speisereste, Kaffeesatz, Küchenabfälle und Gartenabfälle gehören in die Biotonne oder in andere geeignete Systeme. Batterien und Akkus müssen über den Handel oder Wertstoffhöfe zurückgegeben werden. Sondermüll wie alte Lacke, ausgelaugte Autobatterien, Altöl oder auch Düngemittel gehören nicht in den Restmüllsack. Vielfach kann man sie im Geschäft abgeben, da man die Entsorgung bei Kauf der Ware bereits mitbezahlt hat. Ansonsten gehören sie auf einen Wertstoffhof. Betten, Gardinen, Taschen, Tischdecken Kleidung und paarweise gebündelte Schuhe kann man auf den Wertstoffhöfen abgeben. Allerdings müssen die Textilien sauber, unbeschädigt und in Säcken verpackt sein. Angenommen werden 60 Kleidungsstücke pro Verbraucher und Jahr.