Belastung für die Umwelt | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Belastung für die Umwelt

Werner Heilgermannn setzt sich gerne auf die Bank unter dem schattenspendenden Baum. Er appelliert an die Raucher, ihre Kippen in einer Dose oder einem Taschen-Aschenbecher mitzunehmen.  (Foto: gi)
Werner Heilgermannn setzt sich gerne auf die Bank unter dem schattenspendenden Baum. Er appelliert an die Raucher, ihre Kippen in einer Dose oder einem Taschen-Aschenbecher mitzunehmen. (Foto: gi)
Werner Heilgermannn setzt sich gerne auf die Bank unter dem schattenspendenden Baum. Er appelliert an die Raucher, ihre Kippen in einer Dose oder einem Taschen-Aschenbecher mitzunehmen. (Foto: gi)
Werner Heilgermannn setzt sich gerne auf die Bank unter dem schattenspendenden Baum. Er appelliert an die Raucher, ihre Kippen in einer Dose oder einem Taschen-Aschenbecher mitzunehmen. (Foto: gi)
Werner Heilgermannn setzt sich gerne auf die Bank unter dem schattenspendenden Baum. Er appelliert an die Raucher, ihre Kippen in einer Dose oder einem Taschen-Aschenbecher mitzunehmen. (Foto: gi)

Beliebt ist bei Fußgängern und Radfahrern der Weg zwischen Cronsbostel bis zur Haster Straße in Wunstorf. Einmal in der Woche fährt Werner Heilgermann mit seinem „Biorad“ (ohne E-Antrieb) über die Alte Dorfstraße und die blaue Brücke über die Westaue wieder zurück nach Wunstorf. Bei gutem Wetter macht der 80-Jährige Rast auf der seinerzeit vom Heimatverein aufgestellten Bank, sie steht an einem Baum in der Nähe der Südaue. Das machen sicher auch viele andere Nutzer des Weges. Leider sieht der Bereich um die Bank nicht einladend aus. Kippen in großer Zahl lagen auf der Erde. Heilgermann gefiel das gar nicht, er sammelte die Kippen auf und entsorgte sie zu Hause. „Es ist eine große Verschmutzung der Umwelt, die Kippen können ganz einfach in einem kleinen Metall-Aschenbecher verstaut und mitgenommen werden“, sagt Heilgermann. Es empfiehlt sich ein kleiner wiederverwendbarer Taschen-Aschenbecher, der im Handel erhältlich ist oder eine kleine verschließbare Dose.

Zigarettenkippen gehören ausschließlich in den Restmüll. Aus Brandschutzgründen müssen sie vollständig ausgedrückt werden, niemals sind die Stummel über die Toilette, den Biomüll oder den Kompost zu entsorgen. Sie enthalten Giftstoffe, die in den Boden gelangen. In einigen Städten gibt es hohe Bußgelder für das achtlose Wegschnipsen von Kippen in der Natur oder auf den Straßen. In Berlin liegt das Bußgeld bei 120 Euro, in Hamburg bei 100 Euro. Laut einer Studie des Verbandes kommunaler Unternehmen landen in Deutschland etwa 100 bis 140 Millionen Zigarettenstummel auf den Straßen und in der Natur. Die Entsorgung soll allein dafür jährlich rund 225 Millionen Euro kosten. Auch Einweg-E-Zigaretten stellen ein wachsendes Problem für die Umwelt dar. Ihre Kunststoffgehäuse, die enthaltenen Schwermetalle und die integrierten Lithium-Ionen-Akkus sind nicht biologisch abbaubar und erfordern eine fachgerechte Entsorgung.


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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