Mehrere Bürger meldeten sich am Freitag, dem 12. Juni 2026, bei der Polizei in Rinteln, um Anzeigen wegen versuchten Betrugs zu erstatten. Ein männlicher Anrufer hatte sich telefonisch bei verschiedenen Personen gemeldet und sich als „Polizei aus Rinteln” ausgegeben. Ziel der Anrufe war es, die Angerufenen auszufragen. Glücklicherweise erkannten alle Betroffenen den Betrugsversuch rechtzeitig und beendeten das Gespräch, sodass kein Vermögensschaden entstand.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche, die immer wieder auftritt, und gibt wichtige Hinweise: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, auch nicht von angeblichen Amtspersonen. Im Zweifel sollten Sie das Gespräch beenden und die örtliche Polizeidienststelle kontaktieren. Geben Sie keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen oder Vermögensgegenständen preis.
Besonders tückisch ist, dass die Täter die Telefonnummernanzeige manipulieren können, sodass im Display eine echte Rufnummer der Polizei erscheint (Call ID-Spoofing). Daher ist es wichtig, stets wachsam zu bleiben und im Zweifel die Polizei oder eine Vertrauensperson hinzuzuziehen.
Auffällig bei den aktuellen Fällen war, dass alle Angerufenen altmodisch klingende Vornamen hatten. Täter suchen oft gezielt in Telefoneinträgen nach solchen Namen. Eine Möglichkeit, sich zu schützen, besteht darin, sich im Telefonbuch nur mit einem Buchstaben anstelle des vollständigen Vornamens registrieren zu lassen.