Am Dienstag, den 15. September 2026, verwandelte sich der Hannover Airport in ein großes Übungsgelände für eine umfangreiche Flugunfallübung. Die Flughafenfeuerwehr, unterstützt von kommunalen Feuerwehren und dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover, probte den Ernstfall. Die Übung, die alle zwei Jahre gemäß den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation stattfindet, simulierte einen Flugunfall im Vorfeldbereich des Flughafens: Eine Boeing 737 kollidierte mit einem Flugfeldtankwagen, was zu einem Folgebrand durch auslaufendes Kerosin führte.
Um 19:09 Uhr löste der Tower der Deutschen Flugsicherung den Aircraft Accident Alarm aus. Die Flughafenfeuerwehr rückte sofort aus und forderte aufgrund der Lage zusätzliche Kräfte an. Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Langenhagen, der Landeshauptstadt Hannover und dem erweiterten Rettungsdienst, darunter die Johanniter, das Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund, arbeiteten die Einsatzkräfte Hand in Hand, um die simulierte Schadenslage zu bewältigen.
Flughafengeschäftsführer Maik Blötz lobte das Engagement aller Beteiligten und betonte die Bedeutung solcher Übungen: „Es ist entscheidend, Krisenszenarien unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Durchführung bei laufendem Flugbetrieb stellt eine besondere Herausforderung dar.“ Auch Stefan Martens, Leiter der Flughafenfeuerwehr, zeigte sich zufrieden: „Das Zusammenspiel mit den verschiedenen Organisationen hat hervorragend funktioniert.“
Die realistische Unfalldarstellung übernahm das Team der Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen, das 70 Statisten für die Übung bereitstellte. Diese wurden von Feuerwehren aus Isernhagen, Burgwedel, der Wedemark und Hannover gestellt. Lars Meier, Leiter der Unfalldarstellung, betonte die Wichtigkeit des Trainings mit Rollenspielenden: „Empathie und Kommunikation sind durch keine Simulation zu ersetzen.“
Der reguläre Flugbetrieb lief während der Übung ungestört weiter, was die Professionalität und Koordination aller Beteiligten unterstrich. In den kommenden Wochen werden die Ergebnisse der Übung detailliert ausgewertet, um die Einsatzbereitschaft weiter zu optimieren.