Viele Abiturzeugnisse mit einer Eins vor dem Komma | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Viele Abiturzeugnisse mit einer Eins vor dem Komma

Die Schülerinnen und Schüler mit den besten Abiturnoten empfangen Glückwünsche von Rat und Verwaltung durch Marlies Matthias und Mike Schmidt. (Foto: gk)
Die Schülerinnen und Schüler mit den besten Abiturnoten empfangen Glückwünsche von Rat und Verwaltung durch Marlies Matthias und Mike Schmidt. (Foto: gk)
Die Schülerinnen und Schüler mit den besten Abiturnoten empfangen Glückwünsche von Rat und Verwaltung durch Marlies Matthias und Mike Schmidt. (Foto: gk)
Die Schülerinnen und Schüler mit den besten Abiturnoten empfangen Glückwünsche von Rat und Verwaltung durch Marlies Matthias und Mike Schmidt. (Foto: gk)
Die Schülerinnen und Schüler mit den besten Abiturnoten empfangen Glückwünsche von Rat und Verwaltung durch Marlies Matthias und Mike Schmidt. (Foto: gk)

„Heute fächern wir uns alle zu“, eröffnete Schulleiterin Silke Seidel die Entlassungsfeier der 92 Abiturientinnen und Abiturienten im Gymnasium, Europaschule, Bad Nenndorf.

Die Schülervertretung hatte herzförmige, weiße Handfächer für Eltern und Schulabgänger gesorgt, angesichts der hohen Temperaturen von 36 Grad Celsius im Freien und weit mehr im Schulforum.

Es war ein starker und engagierter Jahrgang, stellte Seidel mit sichtbarer Freude fest. „Ein Fünftel der Abiturienten haben mit einer Eins vor dem Komma ihren Abschluss gemacht“, betonte sie, was begeisterten Applaus auslöste, der die Freude des Erreichten spühren ließ.

Zu den besten Abiturienten dieses Jahrgangs gehören Michelle Kusmin (Notendurchschnitt 1,0), Linda Preugschat (1,0), Johanna Küster (1,1), Belinda Obst (1,1), Bjarne Fecht (1,2), Talea Schweer (1,2), Ariana Pak (1,3), Ela Basaran (1,4) und Ian Pietruschke (1,4).

Mit dem Zitat „Werde der du bist, idem du erkennst, wer du bist“, führte die Schulleiterin die Abiturienten in die Sicht auf die Realität, die sehr schnell auf sie zukommen werde.

„In wir immer wieder neu entscheiden müssen, wer wir sein möchten“. Sie lud alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger dazu ein, Verantwortung für Werte und Entscheidungen zu übernehmen. „Denn Freihet heißt auch, die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen. Entscheidend ist dann, was man daraus macht.“

Bereits im Schulalltag hätten viele gezeigt, dass sie zur Übernahme von Verantwortung nicht nur bereit, sondern auch fähig sind, wie in der Schülervertretung, der sozialen Arbeit, in Projekten und vielen anderen Bereichen. „Dadurch haben Sie diese Schule mitgeprägt.“

Das Ergebnis des Abschlusses sei auch ein Erfolg der Familie, die die Jugendlichen begleitet haben, wofür sie ebenso dankte, wie allen Fachlehrerinnen und Fachlehrern für deren Engagement und Begleitung.

Seidel: „Das eigentliche Spiel beginnt jetzt. Heute! Haben Sie Mut. Entscheidend ist, was Sie daraus machen. Meine herzliche Gratulation an alle.“

„Wurzeln und Flügel haben Ihnen die Eltern mitgegeben“, stellte Bürgermeisterin Marlies Matthias vor Augen. „Hinzu kamen die Lehrer und Eltern, die Sie auf Ihrem Weg begleitet haben. Alle zusammen bilden eine große Gemeinschaft, die zu diesem Erfolg führte.“

Sie gratulierte im Namen der Stadt, des Rates und der Verwaltung, zum Erreichen des ersten Meilensteins, verbunden mit einem Geschenkgutschein. „Nehmt Anlauf und springt ins Leben. Gehen müsst ihr selbst.“

Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt ergriff das Wort, indem er die Abiturienten zu einer symbolischen und herzlichen Handlung einlud: „Stehen Sie bitte auf und wenden Sie sich Ihren Eltern zu, um ihnen ein Zeichen zu geben, indem Sie ihnen mit dem Herzfächer zuzuwinken.“ Eine Einladung, die von den Jugendlichen aufgegriffen wurde – teilweise sehr berührt, hier und da verbunden mit einer Träne. Was Mike Schmidt damit meinte, haben sie und auch die Eltern deutlich erkannt.

Elternsprecherin Nicole Freya Wille motivierte ihrerseits die Absolventen dazu, zwei Dinge in ihrem Leben nicht zu versäumen: Respekt und Freundschaft. Beides sei in dieser Zeit, „in der sich gesellschaftliche Werte verändern, besonders wichtig“.

Sie wünschte ihnen außerdem Mut. „Mut bedeutet nicht, nur keine Angst zu haben. Haben Sie den Mut, neue Denkmuster zu hinterfragen. Sie müssen die Demokratie überall verteidigen – mit Respekt allen und allem gegenüber.“

Die Abiturientinnen und Abiturienten vom Gymnasium Bad Nenndorf 2026: Kilian Albrecht, Virginia-Henriette Axthelm, Jana Babilas, Ela Basaran, Sofia Batzios, Raphael Bauer, Corvin Beck, Philip Bolgen, Noah Böttcher, Nele Bräutigam, Antonia Bruns, Marlon Cordes, Peye Denker, Julian Dürringer, Jason Egbert, Marius Ehle, Bjarne Fecht, Lara Funke, Jonas Gattner, Ellen Gautzsch, Noah Gerdes, Leander Gießelmann, Carolina Grams, Nele Grüttner, Inga Guk, Eike Hauser, Maie Heßling, Louis-Bennet Hildebrandt, Adrian Hoffmann, Annika Hoffmann, Owen Huschka, Johann Ibsch, Finja Januszewski, Gökhan Kaplan, Charlotte Kapmeier, Liv Keller, Sonja Knickmeyer, Aaron Koch, Colin Königsberg, Viviane Kotroczó, Aliah Krause, Boris Krivoshiev, Mathis Kuban, Michel Kuban, Ruven Kubitza, Charlotte Kulbarsch, Michelle Kusmin, Lennart Küßner, Johanna Küster, Luca Lattwesen, Lia Leifheit, Madeleine Lemkau, Jonah Liewald, Charlotte Maasch, Leon Mack, Mohamad Mersal, Celina Meyer, Justus Müller, Mirja Nelz, Robin Neumann, Belinda Obst, Jennifer Okwuosa, Ariana Pak, Marietta Pfau, Lina Pfingsten, Ian Pietruschke, Bartosz Piskon, Vera Pjanov, Olivia Plattner, Linda Preugschat, Aryan Rabbani, Jelle Rissling, Lina Runne, Johanna Schmelz, Melina-Shalyn Schönherr, Julien Schultz, Violetta Schulz, Louisa Schütze, Talea Schweer, Julian Seffer, Katja Süreth, Benjamin Tatge, Jaron von Knorre, Falk Werner, Jule Westphal, Sören Wigger, Leander Woelke, Amelie Zeugner, Oskar Ziebritzki.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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