Ist der Drohnen-Fund am Fliegerhorst wie in Leipzig auf Russland zurückzuführen? Ob es einen Zusammenhang gibt, überprüft inzwischen der Generalbundesanwalt. Auf Anfrage äußert sich dieser nicht, Informationen würden erst veröffentlicht werden, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, heißt es von einer Sprecherin. Inzwischen liegen allerdings zahlreiche Informationen des Recherche-Netzwerks von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung vor. Die Drohne, die von einem Landwirt am 14. September bei der Polizei abgegeben wurde, könnte nach Vermutungen der Ermittler mit Sprengstoff bestückt gewesen sein. Entsprechendes Material sei in unmittelbarer Nähe des Fluggeräts gefunden worden. Jedoch sind entsprechende Prüfungen noch nicht abgeschlossen.
Besonders alarmierend: Die Drohne dürfte Sicherheitskreisen nach schon länger in dem Waldgebiet zwischen Fliegerhorst und Steinhuder Meer gelegen haben, als zuerst angenommen. Der Recherche nach ist sogar ein Zeitraum von bis zu zwei Jahren möglich. Neben dem Sprengstoff lässt eine weitere Analyse die Verbindung zum Vorfall in Leipzig - und damit nach Russland - ziehen: Auch in Wunstorf stammte ein Bauteil der Drohne aus dem 3D-Drucker, ist also auf dem regulären Markt nicht erhältlich. Der Fund hatte erstmals am 15. September für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit gesorgt, als dutzende Mannschaftswagen der Polizei durch das Stadtgebiet fuhren. Weil das betroffene Gebiet so weitläufig ist, unterstützten Feldjäger und Landespolizeidirektion mit hunderten Einsatzkräften bei der Suche nach weiteren Trümmerteilen.