Die Polizeiinspektion Garbsen und die Stadt Wunstorf zeigen von Donnerstag, 5. November, bis Mittwoch, 11. November, in der Abtei die Ausstellung „Mach es sichtbar – gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz“. Das Projekt widmet sich einem Thema, das viele Beschäftigte betrifft: Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem Jahr 2025 haben 20 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland bereits sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 11. November, können Besucher die Ausstellung von 10 bis 13 Uhr besuchen. Der Eintritt ist frei.
Zu sehen sind 32 Exponate, darunter Skulpturen, interaktive Installationen, Gemälde, Plakate, Texte und Fotografien. Die Werke geben Einblicke in persönliche Erfahrungen und Perspektiven. Sie thematisieren Sprachlosigkeit, Schmerz und Ausgrenzung, aber auch Hoffnung und den Wunsch nach Veränderung. Die Ausstellung soll zum Nachdenken anregen und ein Zeichen für einen respektvollen Umgang am Arbeitsplatz setzen. Gleichzeitig möchte sie Verantwortliche und Mitarbeiter sensibilisieren und dazu ermutigen, aufmerksam zu sein, Haltung zu zeigen und Betroffene zu unterstützen.
Die Ausstellung wurde auf Initiative der Polizeidirektion Hannover entwickelt und Ende 2024 erstmals präsentiert. Gezeigt werden Kunstwerke von Mitarbeitern der Polizei, die ihre Sichtweisen und Erfahrungen künstlerisch verarbeitet haben. Sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz bleiben häufig tabuisiert und finden oft im Verborgenen statt. Viele Menschen erleben oder beobachten grenzüberschreitende Situationen und wünschen sich erst im Nachhinein, anders reagiert, eingegriffen oder die passenden Worte gefunden zu haben. Die Ausstellung möchte dazu beitragen, dieses Schweigen zu durchbrechen und das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen.