In der Halloween-Nacht von Samstag, dem 31. Oktober, auf Sonntag, den 1. November 2026, sorgten zahlreiche polizeiliche Einsätze in Stadthagen für Aufsehen. Mehr als ein Dutzend Anrufe gingen bei der Polizei ein, da Bürgerinnen und Bürger laute Knallgeräusche meldeten, die vermutlich durch das unerlaubte Abbrennen von Feuerwerkskörpern verursacht wurden. Die Vorfälle konzentrierten sich vor allem auf die Innenstadt und angrenzende Bereiche.
Um den wiederkehrenden Vorfällen effektiv zu begegnen, setzte die Polizei Stadthagen auf eine neue Strategie: Neben den regulären Funkstreifenwagen kam eine zivile Fahrradstreife zum Einsatz. Diese unauffällige und flexible Maßnahme ermöglichte es den Beamten, gezielt Kontrollen durchzuführen. Dabei wurden drei Jugendliche festgestellt, gegen die nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt wird. Einer der Jugendlichen versuchte, auf einem Fahrrad zu flüchten, wurde jedoch nach einer kurzen Verfolgungsfahrt gestellt.
Ein weiterer Vorfall betraf einen auffälligen E-Scooter, der möglicherweise gestohlen wurde und mit gefälschtem Versicherungskennzeichen unterwegs war. Der Scooter wurde sichergestellt, und es wurden Strafverfahren wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Diebstahls eingeleitet.
Insgesamt leitete die Polizei in dieser Nacht sechs Strafverfahren ein. Die Beschuldigten sind männliche Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren aus Stadthagen und Umgebung. Die Ermittlungen dauern an.
Die Polizei Stadthagen warnt eindringlich vor den Gefahren des unerlaubten Umgangs mit pyrotechnischen Gegenständen, die schwere Verletzungen und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.
Entgegen vorheriger Ankündigungen in sozialen Medien kam es zu keinen versammlungsrechtlich relevanten Aktionen der sogenannten „Generation Z” in Stadthagen. Die Polizei hatte diese Ankündigungen im Vorfeld berücksichtigt, jedoch keine entsprechenden Versammlungen festgestellt.