Am Dienstag, dem 23. Juni 2026, gegen 17 Uhr rückte die Feuerwehr Minden zu einem Großeinsatz im Gleisbereich der Deutschen Bahn aus. Aus einem Tankwaggon trat Methyl-tert-Butylether, ein leicht entzündlicher Alkohol, aus. Die Lokführerin erlitt Verletzungen durch den Gefahrstoff und wurde von der Feuerwehr gerettet. Der Rettungsdienst brachte sie ins Klinikum.
Um die Brandgefahr zu minimieren, legten die Einsatzkräfte einen Schaumteppich im Bereich der Austrittsstelle an. Weitere Feuerwehrleute in Schutzkleidung und mit Atemschutzgeräten dichteten die Leckage ab und sicherten sie zusätzlich. Das Kreisumweltamt wurde zur Einschätzung weiterer Gefahren hinzugezogen.
Die sommerlichen Temperaturen und der Gefahrguteinsatz erforderten einen hohen Personal- und Materialeinsatz. Auf Kanzlers Weide richtete die Feuerwehr einen Bereitstellungsraum ein. Beteiligt waren die ehrenamtlichen Einheiten aus Stadtmitte, Hahlen, Kutenhausen, Leteln, Aminghausen und Meißen sowie die Berufsfeuerwehr. Auch die Sonderkomponenten ABC, IuK, Versorgung, Logistik und Atemschutz der Feuerwehr Minden spielten eine entscheidende Rolle. Unterstützung kam von den DekonP-Einheiten aus Hille und Hüllhorst sowie dem Rettungsdienst der Stadt Minden und weiteren Rettungsdiensten des Kreises Minden-Lübbecke. Der Einsatz endete erfolgreich gegen 22:30 Uhr.