Historische Anlagen | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Historische Anlagen

Am Donnerstag, den 19. Februar um 19.30 Uhr geht es in der Abtei um Wunstorfer Burgen. Professor Dr. Manfred Rasche spricht über „Die Wunstorfer Burg, die Spreensburg und andere Burgen in und um Wunstorf“. Von den Burgen in Wunstorfs Altstadt ist nichts geblieben, außer der Gewissheit, dass es sie einmal gab. Letzteres geht aus einer Urkunde des Jahres 1228 hervor, die drei unterschiedliche Burgen und Befestigungen in Wunstorf erwähnt: eine ehemalige Burg, eine zu zerstörende Befestigung und eine neu zu bauende Burg.

Während der Standort der Befestigung in der Urkunde erwähnt ist, sind die Standorte der beiden anderen Burgen bisher ungeklärt. Es wird versucht diese, sowie den Sinn und Zweck der Burgen zu bestimmen. Deren Erbauer gehören auch dazu. Hierbei ist zu beachten, dass es nicht nur Ritterburgen gab. Burgen konnten auch Flucht- und vielfach sogenannte Zwingburgen sein. Dass die erwähnte ehemalige Burg als Burg des Wunstorfer Stiftes anzusehen ist, dürfte viele überraschen. Auch die zu zerstörende Befestigung auf dem Marktkirchenfriedhof wirft viele Fragen auf. Gleiches gilt für die Spreensburg. Nicht alles kann endgültig geklärt werden, doch für vieles lässt sich eine sinnvolle Begründung finden. Das gilt auch für die Burgen in Bokeloh, Blumenau und die Kranenburg.


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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