Steinhuder Debatten IV | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Steinhuder Debatten IV

Endlich eröffnet: Cover einer der ersten Broschüren zur Badeinsel. (Foto: Stadtarchiv)
Endlich eröffnet: Cover einer der ersten Broschüren zur Badeinsel. (Foto: Stadtarchiv)
Endlich eröffnet: Cover einer der ersten Broschüren zur Badeinsel. (Foto: Stadtarchiv)
Endlich eröffnet: Cover einer der ersten Broschüren zur Badeinsel. (Foto: Stadtarchiv)
Endlich eröffnet: Cover einer der ersten Broschüren zur Badeinsel. (Foto: Stadtarchiv)

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung in der „Leine Zeitung“ und die Gemeindeunterlagen gleicht in vielen Bereichen einem Déja vu. Im vierten Teil geht es um Ausbau und Eröffnung der Badeinsel.

Im Februar 1974 gab der Rat der Gemeinde Steinhude eine Dokumentation zum Flecken heraus. Im Mittelpunkt stand ein Überblick über bedeutende kommunale Vorhaben. In der Liste findet man auch die Badeinsel. Gebaut nach Planungen den Ingenieurbüros D. Seitz aus Hannover sollte sie bereits im Sommer 1974 genutzt werden. Im Mai 1975 berichtete die „Leine Zeitung“, dass an den vergangenen Sommertagen die Badeinsel bereits bis zu 1.000 Besuchern gezählt wurden. Offiziell eröffnet wurde sie aber erst am 5. Juli 1975.

Ganzjährige Nutzung

Im August 1974 beschäftigte sich der Ortsrat Steinhude mit der Ausgestaltung der Badeinsel. Grundlage der Beratungen war ein Konzept, das von Mitarbeitern es Großraums Hannover ausgearbeitet wurde. So sollte die Badeinsel zu einer ganzjährigen Attraktion ausgebaut werden. Ausgelegt für rund 5.000 Besucher sollte es sowohl ein Restaurant als auch eine Aussichtsplattform geben. Auf einer Länge von 500 Metern sollte feiner Sandstrand den nordöstlichen Teil der Insel bedecken, weil dort das Wasser am saubersten war. Etwas höher gelegen, sollte es einen Rasenstreifen geben, der vor Verwehungen schützen und zum Lagern einladen sollte.

Im Badebereich dachte man an einen Kinderbereich mit Spielgeräten, Planschbecken und kleinen „Spielbergen“ zum Buddeln. Für den Badebereich plante man auch Eintrittsgeld ein. Vorgesehen waren auch Plätze für verschiedene Freizeitspiele wie Minigolf, Boccia, Schach oder Kegeln, außerdem ein Landesteg für die „Auswanderer“ und Angler. So weit die damaligen Planungen, die auf große Zustimmung stießen. Besonders die ganzjährige Nutzung mit den entsprechenden Einrichtungen sah man als eine optimale Nutzung der investierten Mittel an. Der Großraum stufte die Badeinsel auch als einen von mehreren Entwicklungsschwerpunkten ein.

Im Mai 1975 kam wieder Bewegung in das Projekt „Badeinsel“. So berichtete die „Leine Zeitung“, dass der Großraum mehr als 700.000 Mark in den Ausbau der Insel investieren will. Binnen acht Wochen sollten acht Hochbauten schlüsselfertig für Sanitäranlagen und Umkleideräume entstehen, Tiefbauarbeiten erledigt werden. Am 5. Juli war es dann endlich so weit. Mit Dixieland-Musik und kostenlosen Autoaufklebern mit dem Slogan „Badeinsel Steinhude – Großraum Hannover“ wurde die Insel offiziell freigegeben. Die Badeaufsicht stellte damals die Stadt Wunstorf, am Wochenende von zwei Kräften der Lebensrettung unterstützt. Schon die Eröffnung war ein großer Erfolg.

War es der Slogan?

„Badeinsel Steinhude – Großraum Hannover“ hat wohl so manchem suggeriert, dass die Badeinsel dem Großraum gehört. Jedenfalls stellte die „Leine Zeitung“ diese Frage im August 1975. Gebaut auf Steinhuder Sand, mit Geld des Großraums im landeseigenen Meer. Da ist die Frage nicht so einfach zu beantworten. Einen Eigentumsprozess gab es dann aber doch nicht.

Per Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden: Der Zugang zur Badeinsel. (Foto: wb)
Per Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden: Der Zugang zur Badeinsel. (Foto: wb)

Steinhuder Debatten III

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung in der „Leine Zeitung“ und die Gemeindeunterlagen gleicht in vielen Bereichen einem Déja vu. Im dritten Teil geht es um Widerstand und Planung zur Badeinsel.
Von oben: Das winterliche Steinhuder Meer. (Archivbild: Feuerwehr)
Von oben: Das winterliche Steinhuder Meer. (Archivbild: Feuerwehr)

Steinhuder Debatten II

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung gleicht in vielen Bereichen einem Déjà vu.
So sollte es aussehen: Modell des geplanten Hotelbaus auf dem Ratskellergrundtsück, abgebildet in der Ausgabe der „Leine Zeitung” vom 4.12.1974. (Foto: wb)
So sollte es aussehen: Modell des geplanten Hotelbaus auf dem Ratskellergrundtsück, abgebildet in der Ausgabe der „Leine Zeitung” vom 4.12.1974. (Foto: wb)

Steinhuder Debatten I

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung gleicht in vielen Bereichen einem Déja vu.

Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
north