Der Verein Meervocal lädt am Freitag und Samstag, 25. und 26. September, zu seinem Festival nach Wunstorf ein. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das sogenannte Vocal Painting. Die aktuelle Entwicklung in der Jazzchor-Bewegung stärkt damit die für den Jazz zentrale Idee der Improvisation und überträgt Verantwortung gleichermaßen auf Chorleitung und Ensemble. Für das Festival hat Meervocal die Chorleiterin Tjeda Efken und den Chor LYT aus Aarhus eingeladen. Die Gäste aus Dänemark sind mit zwei unterschiedlichen Konzertprogrammen in Wunstorf zu hören. Der Name LYT bedeutet auf Dänisch „Höre!“ und steht für genaues Zuhören und Lauschen. Mit einem Repertoire moderner dänischer und nordischer Popsongs vereint der Chor rund 30 Stimmen zu einem gemeinsamen Klangbild.
Tjeda Efken studierte in Aarhus und Berlin. Als Vokalsolistin tourte sie unter anderem in Spanien, Kuba und Mali und arbeitete dabei auch mit den Rolling Stones zusammen. Heute singt sie in der Vokalgruppe „Aarhus Vocal Painters“ (AVOPA). Als Dozentin war sie unter anderem an der Landesmusikakademie Wolfenbüttel tätig und engagierte sich für den dänisch-deutschen Musikaustausch. Tjeda Efken leitet außerdem zwei Workshops in der Stadtkirche. In jeweils 90 Minuten führt sie die Teilnehmer anhand eines Chorstücks in die Technik des Vocal Paintings ein. Außerdem erhalten die Teilnehmer Anregungen für die Chorarbeit und lernen einen neuen Chorsatz kennen. Die Workshops finden am Freitag, 25. September, von 16 bis 17.30 Uhr sowie am Samstag, 26. September, von 11 bis 12.30 Uhr statt. Teilnehmen können Einzelpersonen und Chorgruppen. Die Kursgebühr beträgt 20 Euro. Anmeldungen sind per E-Mail an Friedrich.Kampe@gmx.de möglich.
Das Festival beginnt am Freitag um 20 Uhr in der Stadtkirche. Den Auftakt macht der Wunstorfer Chor „Twist & Shout“, anschließend tritt LYT aus Aarhus auf. Am Samstag geht das Festival unter freiem Himmel im Küsters weiter. Dort eröffnet der hannoversche Chor „After Six“ das Konzert, bevor LYT mit einem anderen Programmschwerpunkt den Schlusspunkt des Festivalwochenendes setzt. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei. Die Veranstalter bitten um Spenden.