Landwirtschaft unter Druck | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Landwirtschaft unter Druck

Ackerbau in der Krise: Trockenheit und hohe Preise für Dünger und Diesel. (Foto: wb)
Ackerbau in der Krise: Trockenheit und hohe Preise für Dünger und Diesel. (Foto: wb)
Ackerbau in der Krise: Trockenheit und hohe Preise für Dünger und Diesel. (Foto: wb)
Ackerbau in der Krise: Trockenheit und hohe Preise für Dünger und Diesel. (Foto: wb)
Ackerbau in der Krise: Trockenheit und hohe Preise für Dünger und Diesel. (Foto: wb)

Die anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen sorgen in der Landwirtschaft für Sorgenfalten. Vor allem Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben benötigen dringend Regen. Gleichzeitig erschweren gestiegene Preise für Dünger und Diesel einen wirtschaftlichen Ackerbau.


Der Mais, die Kartoffeln und die Zuckerrüben brauchen unbedingt ergiebige Niederschläge.
Der Mais, die Kartoffeln und die Zuckerrüben brauchen unbedingt ergiebige Niederschläge.

Der Mais, die Kartoffeln und die Zuckerrüben brauchen unbedingt ergiebige Niederschläge.

Fred Arkenberg

Die alte Bauernregel „Mai kühl und nass, füllt den Bauern Scheun und Fass“ trifft in diesem Jahr nicht zu, so der Kolenfelder Landwirt Fred Arkenberg. Schuld ist das letzte Juniwochenende mit seinen bundesweit sehr hohen Temperaturen. Durch die hohe Verdunstung hat die Sonne die Pflanzen von oben „abgebrannt“, erläutert Arkenberg, der auch Vorstandsmitglied des Landvolk Hannover ist. Selbst auf besseren Böden, auf denen die Pflanze noch Wasser hatte, hat sie es nicht geschafft dieses schnell genug in die oberen Blattetagen zu bringen. Ergiebige Niederschläge brauchen jetzt vor allem Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben. Das gilt besonders für die sandigen Böden im Norden der Region Hannover. „Auf dem Grünland findet zur Zeit gar kein Mengenwachstum statt“, so Arkenberg. Je nach Sorte fällt die Getreideernte sehr unterschiedlich aus. Aufgrund gestiegener Preise für Dünger und Diesel ist momentan kein rentabler Ackerbau möglich.

Aktuell arbeiten Züchter an neuen Sorten, die mit der Klimaveränderung besser klarkommen. „Das braucht aber noch Zeit“, so Arkenberg. Im Moment kommen vermehrt wassersparende Beregnungssysteme zum Einsatz wie zum Beispiel Düsenwagen. Auch wird mehr auf Mulch und Direktsaat gesetzt, um vermehrt Wasser im Boden zu halten.


Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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