Im feierlichen Rahmen der Sommerfreisprechung der Kreishandwerkerschaft Neustadt/Burgdorf wurden 76 Junggesellinnen und Junggesellen offiziell in den Gesellenstand erhoben. Nach erfolgreich bestandenen Abschlussprüfungen nahmen sie ihre Gesellenbriefe entgegen und wurden von Familien, Ausbildern, Lehrkräften sowie Vertretern des Handwerks für ihre Leistungen geehrt. Die Abschlussprüfungen fanden teilweise unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen während der Hitzewelle statt. Um einen reibungslosen Ablauf und die Gesundheit aller Beteiligten sicherzustellen, versorgte die Kreishandwerkerschaft die verschiedenen Prüfungsstandorte mit ausreichend Trinkwasser. Umso erfreulicher ist es, dass zahlreiche Prüflinge trotz der besonderen Belastungen hervorragende Ergebnisse erzielten.
Besonders erfolgreich war der Nachwuchs der Maler- und Lackierer-Innungen. Aus der Maler-Innung Neustadt wurden Colin Nolte (temps GmbH, Neustadt) sowie Gabriela Teixeira Soares, die ihre Ausbildung im Ausbildungsverbund der Region Hannover in Kooperation mit der BBS Neustadt absolvierte, für ihre guten bis sehr guten Prüfungsleistungen ausgezeichnet. Ein herausragendes Ergebnis erzielte zudem Sebastian Verwohl von der Maler-Innung Burgdorf. Der Auszubildende des Malerbetriebs Jüngst schloss seine Gesellenprüfung mit der Traumnote 1,0 ab. Auch im Elektrohandwerk gab es eine Spitzenleistung: Kevin Bochen vom Ausbildungsbetrieb ETG Elektro- und Gebäudetechnik aus Garbsen wurde Jahrgangsbester der Elektro-Innung Neustadt. Mit mehr als 95 Prozent der erreichbaren Punkte erzielte er ein außergewöhnliches Prüfungsergebnis.
Die Freisprechungsfeier wurde von der Band The High Fives musikalisch begleitet und bot einen würdigen Rahmen. In ihren Grußworten gratulierten Kreishandwerksmeister Thomas Hinze, Uwe Backs, Schulleiter der BBS Neustadt sowie Karsten Heineking, Vizepräsident der Handwerkskammer Hannover, den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Erfolg. Sie hoben die enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben, berufsbildenden Schulen und den Handwerksorganisationen hervor, die eine hochwertige Ausbildung und erfolgreiche Prüfungen erst möglich mache. Gleichzeitig ermutigten die Redner die Absolventen, dem Handwerk treu zu bleiben und die vielfältigen Fortbildungsangebote – bis hin zur Meisterqualifikation – zu nutzen. Gut ausgebildete Fachkräfte seien die Grundlage dafür, dass das Handwerk auch künftig seinem Ruf als Beruf mit „goldenem Boden“ gerecht werde.