Mehr Schutz für Gewässer | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Mehr Schutz für Gewässer

Sorgen für Schatten: Bäume und Gehölze im Uferbereich. (Foto: wb)
Sorgen für Schatten: Bäume und Gehölze im Uferbereich. (Foto: wb)
Sorgen für Schatten: Bäume und Gehölze im Uferbereich. (Foto: wb)
Sorgen für Schatten: Bäume und Gehölze im Uferbereich. (Foto: wb)
Sorgen für Schatten: Bäume und Gehölze im Uferbereich. (Foto: wb)

Hohe Temperaturen und niederschlagsarme Perioden belasten nicht nur den Menschen sondern auch Flüsse und Seen. Außerdem gefährden sie den Fischbestand. Die Region Hannover hat Maßnahmen ergriffen, damit Seen und Flüsse hohe Temperaturen und niederschlagsarme Perioden besser überstehen.

Auswirkungen

Bei steigenden Temperaturen kann weniger Sauerstoff im Wasser gelöst werden. Sinkt auch der Wasserstand, verringert sich zusätzlich der verfügbare Lebensraum für Fische und andere Wasserorganismen. Besonders betroffen sind dann flache oder langsam durchströmte Gewässer beziehungsweise Gewässerabschnitte. Hier können sich die Lebensbedingungen für Fische und andere Wasserorganismen deutlich verschlechtern. In diesem Jahr kam es so sowohl am Steinhuder Meer als auch am Maschsee zu einem Fischsterben. Allerdings muss beachtet werden, dass neben Hitze und Trockenheit auch weitere Faktoren ein Fischsterben verursachen können. Aus diesem Grunde ist jedes Ereignis individuell zu betrachten.

Maßnahmen

Zwar gibt es keinen einheitlichen Hitzeschutzplan für sämtliche Flüsse und Seen in der Region, aber doch einige Maßnahmen zur Reduzierung der beschriebenen Auswirkungen. Zu diesen gehört die naturnahe Entwicklung von Gewässern, eine an Hitze und Trockenheit angepasste Gewässerunterhaltung, Gewässerrandstreifen sowie standortgerechte Gehölze an den Ufern. So können Gehölze die Beschattung verbessern. Naturnahe Gewässerstrukturen schaffen Lebensräume und Rückzugsräume. Randstreifen verringern Nährstoffeinträge.

Förderung

Neben eigenen Maßnahmen fördert die Region auch Maßnahmen Dritter. Entscheidend ist dabei die Förderrichtlinie zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern. Hierzu gehört zum Beispiel eine Aktion des Leineverbandes im Jahr 2024. Damals wurden bei der Calenberger Mühle rund 500 Tonnen Kies aus dem Mühlenkanal zurück in die Leine gebracht, um neue Lebensräume für Fische und andere Wasserorganismen zu schaffen. Akutes Fischsterben können solche Maßnahmen zwar nicht in jedem Fall verhindern, sie tragen aber zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Wasserorganismen bei. Außerdem machen sie Fließgewässer langfristig widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Trockenperioden.


Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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