Die Ortsfeuerwehren Groß Munzel, Holtensen und Barsinghausen sind am Dienstag, den 20 Oktober um 12.44 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße zwischen Ostermunzel und Dedensen gerufen worden. Auslöser war ein durch ein Smartphone automatisch abgesetzter Notruf ohne Sprechkontakt. Bereits auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte von der Leitstelle die Information, dass der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei. Aufgrund der gemeldeten Lage befand sich auch der Rettungshubschrauber Christoph 4 im Anflug auf die Einsatzstelle.
An der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass ein Pkw zunächst einen Baum gestreift hatte und anschließend frontal mit einem weiteren Baum kollidiert war. Das Fahrzeug wurde durch den Aufprall stark beschädigt. Der Fahrer war im Fußraum eingeklemmt, zudem ließ sich die Fahrertür aufgrund der starken Verformungen nicht mehr öffnen. Die Feuerwehr sicherte das Unfallfahrzeug zunächst, um eine sichere und möglichst schonende Rettung zu ermöglichen. Mithilfe eines hydraulischen Spreizers entfernten die Einsatzkräfte die Fahrertür und schufen so einen Zugang zum Fahrer. Anschließend retteten sie ihn mittels Spineboard aus dem Fahrzeug und übergaben ihn zur weiteren medizinischen Versorgung an den Rettungsdienst.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen stellten die Feuerwehrleute den Brandschutz sicher, führten das Batteriemanagement am Unfallfahrzeug durch und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Im weiteren Verlauf traf auch die Verkehrsunfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) an der Unfallstelle ein, um den Unfallhergang zu untersuchen. Die Kreisstraße 253 blieb während der gesamten Rettungs- und Einsatzmaßnahmen voll gesperrt. Insgesamt waren die Ortsfeuerwehren mit 25 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen vor Ort.