Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Montag, dem 26. Oktober, gegen 19:07 Uhr in Krankenhagen. Insgesamt waren fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt, und es gab vier Verletzte, einer davon schwer. Die Feuerwehr musste ein Fahrzeugdach abschneiden, um eine Person schonend retten zu können. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 46-Jähriger mit seinem Audi die Extertalstraße aus Nordrhein-Westfalen kommend in Richtung Rinteln. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet er in den Gegenverkehr und streifte zunächst einen entgegenkommenden Pkw, der von einem 77-jährigen Mann gesteuert wurde. Durch den Zusammenstoß wurden Teile der Fahrertür abgerissen und auf die Fahrbahn geschleudert. Ein nachfolgender 32-jähriger Autofahrer überfuhr die Fahrzeugteile und kam mit seinem Pkw am Fahrbahnrand zum Stehen.
In der Folge geriet der Audi-Fahrer ins Schlingern und kollidierte mit einem weiteren Pkw, der von einem 32-jährigen Mann geführt wurde. Dieser konnte einen Frontalzusammenstoß durch ein Ausweichmanöver auf den Grünstreifen verhindern. Sein Fahrzeug kam jedoch mit einem Achsbruch im hinteren Bereich zum Stillstand.
Anschließend setzte der 46-Jährige seine Fahrt auf der Gegenfahrbahn fort und stieß frontal mit einem fünften Pkw zusammen, der von einem 51-jährigen Mann gesteuert wurde. Mehrere Rettungswagen und ein Notarzt waren neben Feuerwehr und Polizei im Einsatz.
Der 46-Jährige musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach aktuellem Stand befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr, wird jedoch weiterhin schwer verletzt auf der Intensivstation behandelt. Der 77-jährige Fahrer des zweiten Pkw sowie seine 78-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen. Der 51-jährige Fahrer des fünften Pkw wurde ebenfalls leicht verletzt. Die beiden 32-jährigen Fahrer blieben unverletzt.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen stellten die eingesetzten Polizeikräfte fest, dass der 46-jährige Audi-Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Bückeburg wurden eine Blutentnahme sowie die Beschlagnahme des Audis angeordnet. Die Extertalstraße musste zwischen den Einmündungen Silixer Straße und Am Fuchsloch für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Maßnahmen voll gesperrt werden. Die Sperrung konnte erst am Dienstag, dem 27.10.2026, gegen 00:28 Uhr aufgehoben werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Der entstandene Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 90.000 Euro beziffert. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an, wie die Polizei am Dienstag in einer Pressemitteilung mitteilte.