Begegnungen zwischen Mensch und Tier | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Begegnungen zwischen Mensch und Tier

Freuen sich über die gelungene Ausstellungseröffnung: Künstler Stephan Peters und Helga Radtke, 1. Vorsitzende des Kunstervereins. (Foto: wb)
Freuen sich über die gelungene Ausstellungseröffnung: Künstler Stephan Peters und Helga Radtke, 1. Vorsitzende des Kunstervereins. (Foto: wb)
Freuen sich über die gelungene Ausstellungseröffnung: Künstler Stephan Peters und Helga Radtke, 1. Vorsitzende des Kunstervereins. (Foto: wb)
Freuen sich über die gelungene Ausstellungseröffnung: Künstler Stephan Peters und Helga Radtke, 1. Vorsitzende des Kunstervereins. (Foto: wb)
Freuen sich über die gelungene Ausstellungseröffnung: Künstler Stephan Peters und Helga Radtke, 1. Vorsitzende des Kunstervereins. (Foto: wb)

Vor zahlreichen Gästen ist am vergangenen Sonntag (22. März) die Ausstellung „Unexpected Joys“ von Stephan Peters eröffnet worden, die der Kunstverein Wunstorf noch bis zum 12. April in der Abtei zeigt. Peters Arbeiten sorgen nicht nur für ungewöhnliche Begegnungen, sondern regen zum Nachdenken an und entlocken dem Betrachter das eine oder andere Schmunzeln. Denn jedes Bild hat sein eigenes Narrativ.

Stephan Peters wurde 1964 in Hamburg geboren. Aufgewachsen ist er in Bremerhaven. An der TU Clausthal studierte er Maschinenbau und arbeitete 25 Jahre im Management internationaler Unternehmen. Wann immer es seine Zeit erlaubte, griff er zu Pinsel und Leinwand. Er malte, zeichnete und fotografierte. Dabei folgte er stets seinem Impuls zum visuellen Ausdruck. Kunst war für ihn in dieser Zeit ein wichtiger Gegenpol zum Arbeitsalltag. 2024 beschloss er, sich ganz der Kunst zu widmen und gab seinen Beruf auf.

Sein künstlerischer Schwerpunkt ist die zeitgenössische, figurative Malerei mit narrativen Inhalten und symbolischer Bildsprache. Innerhalb eines Jahres entstanden unter dem Arbeitstitel „Unexpected Joys“ zahlreiche Arbeiten, die seine eigene und unsere kollektive Beziehung zu Tieren hinterfragt. So stellt er sich die Frage, wo wir überhaupt noch Tieren begegnen. Das ist oft nur der eigene Garten, wie er auf Nachfrage erläutert. Und so hat er auch nichts gegen Zoos einzuwenden, denn wo sonst sollte man hier Elefanten antreffen. Betrachtet man seine Bilder, erhält man einen anderen Eindruck. Hier begegnet man an den ungewöhnlichsten Orten den ungewöhnlichsten Tieren. Sie erobern Lebensräume, in denen sie normalerweise gar nicht überleben können. So begegnen einem Fische an einer Rolltreppe. Es ist die Faszination „Tier“, die ihn inspiriert und sich in seinen Arbeiten widerspiegelt. Ihre stille Präsenz, ihre Komplexität und ihre seltsame Eleganz. Der Mensch ist dagegen ganz anders. Er verpasst oft, was um ihn herum passiert. Er ist abgelenkt, häufig vom Handy. Beides fängt er in seinen Bildern ein. „Gleichzeitig habe ich manchmal das Gefühl, dass die Tiere in meinen Bildern auch Menschen darstellen könnten, die anders sind, weil sie nicht der Norm entsprechen“, so Peters.

Besonders oft begegnen sich Mensch und Tier an Orten des Übergangs wie Ausgänge, Metro, Stationen, Räume des Wartens. Es sind Arbeiten mit viel Fantasie und einer symbolischen Bildsprache. Am 12. April gibt es um 15 Uhr eine Finissage. Eine Anmeldung ist erforderlich.


Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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