Leidenschaft trifft Fernweh und Heimatliebe | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Leidenschaft trifft Fernweh und Heimatliebe

Von Gabriele Apeldorn: Das Bild „Aufbruch”. (Foto: Gabriele Apeldorn)
Von Gabriele Apeldorn: Das Bild „Aufbruch”. (Foto: Gabriele Apeldorn)
Von Gabriele Apeldorn: Das Bild „Aufbruch”. (Foto: Gabriele Apeldorn)
Von Gabriele Apeldorn: Das Bild „Aufbruch”. (Foto: Gabriele Apeldorn)
Von Gabriele Apeldorn: Das Bild „Aufbruch”. (Foto: Gabriele Apeldorn)

Vom 29. April bis 31. Mai treffen die temperamentvollen, farbgewaltigen Werke der Hannoveraner Malerin Gabriele Apeldorn in der Kunstscheune auf das Lebenswerk des weit gereisten Steinhuder Künstlers Paul Smalian (1901-1974).

Wege zur Kunst

Apeldorns Weg zur Malerei begann mit einem Aquarellbild, das sie selber als einfach beschreibt. Trotzdem weckte es eine ungeahnte Leidenschaft in ihr. Und zwar die Leidenschaft zur Malerei. Es folgten regelmäßige Besuche einer Malschule. Außerdem verbrachte sie Stunden zusammen mit den unterschiedlichsten Farben. Beides zusammen bildete die Grundlage für ihre Freude an der intensiven Malerei.Ganz anders der Weg von Smalian. Nach seinem Abschluss an der Staatlichen Kunstschule in Berlin zog des den 1901 in Neuruppin geborenen Smalian in die Ferne. Reisen nach Ägypten (1927-1931), Italien, Brasilien, Tunesien und Marokko ließen ihn tief in fremde Kulturen eintauchen. 1948 fand er dann seinen emotionalen und künstlerischen Anker am Steinhuder Meer.

Ihre Werke

Am Anfang faszinierten Apeldorn Aquarellfarben. „Mir gefielen die Überraschungsmomente dieser zarten, frischen und transparenten Farbgestaltung,“ erläutert die Malerin. An einer Aquarell-Malschule verfeinerte sie ihre Technik. So entstanden im Nachgang vielschichtige Bilder. Es folgte die Beschäftigung mit anderen Farben und Techniken. „Nach Bleistiftzeichnungen und Bildern in Gouachetechnik und Acryltechnik fand ich die Liebe zur Ölmalerei“, so Apeldorn zu ihrem weiteren Werdegang. Seitdem entstehen lebendige Ölbilder in leuchtenden Farben mit ausdrucksstarken Motiven. „Weiterführender Unterricht und viel Freude an neuen Techniken, verbunden mit immer wieder neuen Erfahrungen bilden seitdem die Basis für meine Bilder“, so Apeldorn. Eine besondere Freude ist es für sie, ihre Empfindungen mit viel Temperament und starken Farben umzusetzen. Ganz anders Smalian. Er war fasziniert von der Farbpracht Südamerikas und der Magie Nordafrikas, was sich auch in seinen intensiven, erdigen Farbwelten widerspiegelt. Am Steinhuder Meer schuf er dann Werke, die die ruhige, fast mystische Atmosphäre vor Ort mit den Geschichten seiner weltweiten Erlebnisse verbindet.

Ausstellung

In der Ausstellung trifft die von Smalian auf Leinwand gebannte Schönheit der Welt und die besondere Magie Steinhudes auf die Arbeiten der leidenschaftlichen Malerin Apeldorn. Ihre aktuellen Bilder bilden einen faszinierenden Kontrast zu den historischen Werken Smalians. Beide nehmen in ihren Werken den Betrachter auf eine emotionale Reise mit. Gemeinsam ist ihnen die tiefe Liebe zur Ausdruckskraft der Farbe.

Vernissage

Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Samstag, den 2. Mai um 11 Uhr. Die Ausstellung wird vom 29. April bis 31. Mai 2026 gezeigt. Geöffnet ist sie mittwochs bis freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei.


    Verena Walter-Bockhorn (wb)
    Verena Walter-Bockhorn (wb)
    Freie Journalistin
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