Die Polizei Wunstorf warnt aktuell vor einer bekannten Betrugsmasche, bei der Täter versuchen, mit vermeintlichen Lexika-Geschäften Geld zu erbeuten. Auslöser ist ein Vorfall in Steinhude: Eine 64-jährige Frau wurde von einem unbekannten Mann auf ihrem Grundstück angesprochen, der vorgab, ihre Lexika für sie verkaufen zu wollen. Die Angesprochene reagierte besonnen, wies den Mann ab und verständigte die Polizei. Der mutmaßliche Täter erschien gegen 16 Uhr unangekündigt und versuchte, mit einer ausgearbeiteten Geschichte Vertrauen zu gewinnen. Laut Beschreibung handelte es sich um einen etwa 20 bis 25 Jahre alten Mann.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich um ein bekanntes Vorgehen: Die Täter bieten überwiegend älteren Menschen an, deren Lexika-Sammlungen zu verkaufen oder in Datenbanken aufzunehmen. Um einen angeblich höheren Verkaufspreis zu erzielen, sollen die Opfer zunächst Ergänzungsbände kaufen, die sich später als wertlos herausstellen. Zudem verlangen die Betrüger oft überhöhte Servicegebühren oder versuchen, teure Kreditverträge zu vermitteln. In manchen Fällen wird die Situation sogar genutzt, um die Bewohner abzulenken, während ein Komplize die Wohnung durchsucht. Die Polizei rät dringend, keine Vertreter in die Wohnung zu lassen und grundsätzlich keine Geschäfte an der Haustür abzuschließen. Wer dennoch einen Vertrag unterschrieben hat, sollte diesen umgehend widerrufen. Im Zweifel sollte immer die Polizei informiert werden.
Weitere Informationen zu dieser Betrugsform stellt das Beratungsportal der Polizei bereit.